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25.05.1990 - 

Gerüchte über eine Abkehr von OSF1

Siemens will MX-Rechner auf Intel-Chips umrüsten

MÜNCHEN (CW) - Die Siemens AG plant offensichtlich, ihre Unix-Rechner der MX-Reihe mit Intel-Prozessoren zu bestücken. Branchenkenner interpretieren diese Entscheidung als einen ersten Schritt der Siemens AG weg vom bislang bevorzugten Unix-Derivat OSF/1 hin zu AT&Ts Unix V.4.

Derzeit verwendet die Siemens AG für ihre MX-Systeme NS32332-Chips von National Semiconductor. Ein Sprecher dies Unternehmens räumt zwar die Möglichkeit ein, daß die Ablösung dieser Chips bevorstehen könnte, möchte das aber "jetzt noch nicht in der Zeitung lesen".

Über eine Hinwendung seines Unternehmens zu Unix V.4 will er aber nichts wissen. Doch die Gerüchte, Siemens geriete wegen der Fusion mit Nixdorf zunehmend unter Zeitdruck und wollte daher nicht mehr auf das für November angekündigte OSF-Unix warten, sind inzwischen selbst zu Hans-Josef Jeanrond, Regionaldirektor der European Operations der OSF, gedrungen.

Er geht allerdings davon aus, daß Nixdorf und Siemens ihr derzeit stark reduziertes OSF-Engagement wieder aufnehmen wurden.

Auch Steinar Hoistad, General Manager von Unix International Europe, weiß von Ungeduld der Siemensianer zu berichten und gibt sich optimistisch, was deren Hinwendung zu Unix V.4 betrifft: "Wenn Siemens auf System V setzten will, dann ist die Entscheidung für die Intel-Prozessoren der richtige Einstieg."