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10.03.2008

Siemens will sich bis Herbst mit SEC einigen - SZ

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG will sich einem Zeitungsbericht zufolge mit der US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen von Siemens-Mitarbeitern bis Herbst einigen. Das Verfahren solle sich auf keinen Fall in die heiße Phase des US-Präsidentschaftswahlkampfes ziehen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG will sich einem Zeitungsbericht zufolge mit der US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen von Siemens-Mitarbeitern bis Herbst einigen. Das Verfahren solle sich auf keinen Fall in die heiße Phase des US-Präsidentschaftswahlkampfes ziehen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Der DAX-Konzern müsse bei einem Andauern des Verfahrens befürchten, dass politische Diskussionen und die Neuwahl von SEC-Gremien eine Einigung bis zum Sommer 2009 verzögerten. Viele Gremien der US-Behörde seien in hohem Maße politisch und müssten bei veränderten Mehrheitsverhältnissen umbesetzt werden. Die Gespräche über einen Vergleich zwischen US-Behörden und Siemens sollen noch im März beginnen.

Die in München ansässige Siemens äußerte sich gegenüber der Zeitung zum Stand der Gespräche mit der SEC nicht. Der Konzern sei aber dabei, mit SEC und dem US-Justizministerium in Gespräche mit dem Ziel eines Vergleichs einzutreten, so ein Sprecher. Die SEC ist auch für die Überwachung des US-Antikorruptionsgesetzes zuständig. Ob problematische Zahlungen über US-Banken abgewickelt wurden, werde geprüft, heißt es in Aufsichtsratskreisen.

Justizkreisen zufolge gebe es laut dem Blatt Chancen für ein schnelles Verfahren. "Es kommt Bewegung in die Gespräche". Die SEC sei auf Basis der bekannten Informationen zu einem Vergleich bereit. Eine Lösung könnte zustande kommen, bevor jeder Stein bei Siemens umgedreht ist und die finalen Ergebnisse der Korruptionsuntersuchungen feststehen. Möglich sei das, weil die Behörde die Aufklärungsarbeiten bei dem Konzern honoriere, heißt es aus dem Kontrollgremium von Siemens.

Die SEC ermittelt seit dem Frühjahr gegen den deutschen Konzern. Im schlimmsten Fall drohen Strafen in Milliardenhöhe und der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Aufsichtsräte hoffen laut "SZ", dass die Strafe niedriger ausfallen wird, als jene anfangs erwarteten 3 Mrd bis 4 Mrd EUR.

Webseite: http://www.sueddeutsche.de DJG/kla/nas

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