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08.07.2008 - 

In Deutschland 5.250 Stellen betroffen

Siemens will weltweit 16.750 Stellen streichen

Die Siemens AG will im Zuge der geplanten Senkung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) sowie weiterer Restrukturierungsmaßnahmen weltweit insgesamt 16.750 Stellen abbauen. In verwaltungsnahen Funktionen sollen 12.600 Stellen und in Restrukturierungsprojekten 4.150 Stellen wegfallen, teilte der Münchener DAX-Konzern am Dienstag mit. Darüber hinaus will sich Siemens von Geschäftseinheiten trennen.

Die Siemens AG will im Zuge der geplanten Senkung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) sowie weiterer Restrukturierungsmaßnahmen weltweit insgesamt 16.750 Stellen abbauen. In verwaltungsnahen Funktionen sollen 12.600 Stellen und in Restrukturierungsprojekten 4.150 Stellen wegfallen, teilte der Münchener DAX-Konzern mit. Darüber hinaus will sich Siemens von Geschäftseinheiten trennen.

In Deutschland sind von den Maßnahmen insgesamt rund 5.250 Stellen betroffen. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge die Siemens-Standorte Erlangen, München, Nürnberg und Berlin. Siemens müsse auch vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Konjunktur "effizienter" werden, wird der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher zitiert.

Siemens will den Stellenabbau nach Aussage von Personalvorstand Siegfried Russwurm so "sozialverträglich wie möglich gestalten". Dazu gehören unter anderem Transfergesellschaften und Altersteilzeitregelungen. "Betriebsbedingte Kündigungen können nur das allerletzte Mittel sein", wird Russwurm zitiert.

Angaben zu einem konkreten Zeitrahmen oder den Kosten für den Stellenabbau machte Siemens nicht. Siemens wolle aber mit den Arbeitnehmern "schnell Verhandlungen aufnehmen".

Siemens hatte Ende April die im November 2007 vorgestellten Pläne für die geplante Kürzung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) konkretisiert. Demnach will der Konzern seine SG&A-Kosten bis zum Jahr 2010 um zehn Prozent senken. Das entspricht einer Kostenreduzierung von 12,1 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 auf 10,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2009/2010.

Siemens bekräftigte dieses Ziel und kündigte neben den Restrukturierungen und der Straffung der Verwaltungskosten zudem den Verkauf der Dienstleistungstochter Segment Industrie Montage Services (SIMS) an. SIMS beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter an 35 Standorten in Deutschland.

Bei den Restrukturierungsprojekten entfällt der größte Teil der geplanten Stellenstreichungen auf die Division Mobility. Insgesamt sollen hier 2.500 Stellen wegfallen, davon 700 in Verwaltung und Vertrieb und rund 1.800 im Bereich Engineering und Fertigung. Die Restrukturierung erfolge im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms "Mobility in Motion", das Siemens im April angekündigt hatte.

Im Industry-Sektor, zu dem die Mobility-Divison gehört, sollen in Vertrieb und Verwaltung insgesamt 3.950 Stellen abgebaut werden und durch Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt 2.400 Stellen wegfallen. Der Industry-Sektor ist der nach Umsatz größte Siemens-Sektor. Im zweitgrößten Sektor Energy sollen im SG&A-Bereich ebenfalls 3.950 Arbeitsplätze gestrichen werden. Restrukturierungen sind hier den Angaben zufolge aber nicht geplant.

Im Healthcare-Sektor sollen in verwaltungsnahen Funktionen 1.550 Stellen abgebaut werden. Hinzu kommen "maximal rund 1.250 Stellen" in Folge von Restrukturierungen, die vor allem in den Divisionen Imaging & IT sowie Workflow & Solutions durchgeführt werden. (Dow Jones/rw)