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25.10.2002 - 

Demonstrationen in München, Berlin und Düsseldorf erfolgreich

Siemens will weniger entlassen als geplant

MÜNCHEN (jm) - Siemens will einen Teil des bereits angekündigten Stellenabbaus doch nicht wahrmachen. Betriebsrat und Management einigten sich offenbar darauf, statt der geplanten 2000 Mitarbeiter lediglich 1100 Angestellte in der Sparte Information and Communication Networks (ICN) zu entlassen.

Die vorgesehenen Entlassungen hatten in den vergangenen Wochen zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern geführt. Einige tausend Siemens-Mitarbeiter waren an drei Standorten auf die Straße gegangen, um gegen die geplanten Massenentlassungen zu demonstrieren. Gewerkschaftsvertreter von der IG Metall und Betriebsratssprecher warfen dem Management vor, der eingeschlagene Kurs sei schädlich für Beschäftigte wie für das Unternehmen. Der Vorstand von Siemens bezichtigte seinerseits die IG Metall, Behauptungen aufzustellen, die zum Teil falsch, zumindest aber völlig überzogen seien.

Unklarheit über Kündigungen

Über die Zahl der Entlassungen herrschte dabei in der Vergangenheit Unklarheit. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte bereits ab Frühjahr 2001 angekündigt, Siemens wolle insgesamt weltweit rund 35000 Mitarbeiter entlassen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Diese Personalreduzierungen sind offensichtlich weitgehend abgeschlossen. Weitere 3000 Angestellte sollten jetzt noch bei ICN (2000) und der Sparte Industrial Solutions and Services (I&S) gehen.

Um die Entlassungen in Grenzen zu halten, werden nun alle 5000 Beschäftigten von ICN in München ihre Arbeitszeit um zweieinhalb Stunden reduzieren. Aufträge, die bislang Dritte für Siemens übernommen haben (Outsourcing), sollen wieder hausintern erledigt werden. Von diesen Maßnahmen, schreibt die "Financial Times Deutschland", erhoffe man sich ein Potenzial von 500 Arbeitsplätzen. Zudem sollen Mitarbeiter durch Abfindungen zur Auflösung ihrer Arbeitsverhältnisse bewogen werden.