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04.10.1991 - 

Dataquest-Studie: Workstations

Silicon Graphics Inc. läuft großen Namen den Rang ab

SAN JOSE (pi) - In ihrer im September 1991 veröffentlichten Studie zur Anwenderzufriedenheit mit den von ihnen benutzten Workstation-Systemen konnten sich die Kleinen des Marktes an die Spitze setzen: Noch vor arrivierten Unternehmen wie DEC, Solbourne, Hewlett-Packard und der IBM liefen die Silicon Graphics Inc. und Apple-Dissident Steven Jobs mit seinen Next-Maschinen als erste durchs Ziel.

Die "Score Report: Product Improvement Index - Workstations" titulierte und viertel jährlich durchgeführte Untersuchung soll aufzeigen, wie nahe Workstation-Produzenten dem Ziel kommen, die Wünsche und Anforderungen der Anwender zu erfüllen. Hierzu dienen acht Testkriterien: Wie hoch ist die Qualität der Produkte? Wie schnell kann geliefert werden? Welche Größe nehmen die Geräte ein? Wie ist es um die Verbindung zu anderen Herstellerprodukten bestellt? Inwieweit geht der Hersteller/Lieferant auf seine Kunden ein? Wie stellt sich die Leistung des Systems dar und welche Ausbaupotentiale birgt es? Schließlich wurden auch noch Punkte für das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Güte der Dokumentation vergeben.

Sun ist Marktführer bei RlSC-Workstations

Interessanterweise stimmen die Anwender mit ihren Geldbeuteln offensichtlich anders ab: Der RISC-Workstation-Marktführer ist Sun mit etwa 50 Prozent weltweitem Marktanteil. Auf der Rangfolge der CISC- und RISC-Workstations zusammen nimmt die Company um Andreas von Bechtolsheim immer noch Platz vier ein. In der Dataquest-Studie tauchen die Systeme von President Scott McNeally unter den ersten sechs gar nicht auf.

Auch die Mips Computer Corp. wurde zwar in die Studie mitaufgenommen, konnte sich jedoch nicht an der Spitze etablieren. Allerdings gilt zu sagen, daß dies nicht allein an der Technologie liegen kann: Die Rechner sowohl von Grafikspezialist Silicon Graphics als auch von DEC sind mit dem Mips-Prozessor ausgerüstet. Aus der COMPUTERWOCHE vorliegenden Unterlagen geht ferner nicht hervor, welche Workstations der einzelnen Hersteller in der Studie berücksichtigt wurden. Bekanntlich verfügen DEC und HP über Systeme, die mit unterschiedlichen CPUs - jeweils proprietäre Systeme flankieren Lizenzprodukte von Mips und Motorola - ausgestattet sind.

Zufriedenheitswerte liegen eng beieinander

Die nach dem Schichten-Zufalls-Modell durchgeführte Studie stützt sich auf Befragungen, die Dataquest in den USA telefonisch bei mindestens 900 Workstation-Benutzern in kleinen, mittleren und großen Unternehmen viermal in einem Jahr durchführt. Bei der Klassifizierung legten die Meinungsforscher eine Schwelle von 95prozentiger Zufriedenheit (+ /- 1,5 Prozent) an.

Hierbei gilt es zu bedenken, daß die Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern teilweise nur minimale Abweichungen aufweisen. So trennen etwa den Fünftplazierten HP vom "Silbermedaillen-Gewinner". Next lediglich 0,36 Index-Punkte. Sun kommt nach den der COMPUTERWOCHE vorliegenden Unterlagen auf einen Durchschnitts-Index in Sachen Kundenzufriedenheit über alles von 98,99 Punkte.

Dataquest bietet neben der 50 000 Dollar teuren Studie auch ihre Dienste für die Hersteller an, die mit den von ihnen erreichten Noten nicht zufrieden sind. "Die beteiligten Unternehmen können bei uns eine 20-Stunden-Konsultation bekommen. In dieser Zeit interpretiert und analysiert ein Dataquest-Fachmann die Ergebnisse mit den Herstellern und berät sie darüber, wie die Akzeptanz bei den Kunden erhöht werden kann", wirbt Greg Chagaris, Vice-President bei Dataquest, für das Nachfolgegeschäft der Meinungsforscher.