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Weniger Produktlinien mit gemeinsamer Speicherarchitektur


10.07.1998 - 

Silicon Graphics möchte Supercomputer-Linien vereinen

Das Supercomputer-Portfolio SGIs besteht derzeit aus vier Produktlinien. Die zwei von der aufgekauften Cray stammenden Serien "Cray-J90" und "Cray-T90" arbeiten mit Vektorprozessoren. Zwei weitere Baureihen, "Cray-T3E" und "Cray-Origin 2000", basieren dagegen auf Standard-CPUs.

Mittelfristig, das bedeute in etwa zwei Jahren, würden die beiden Vektorlinien - die J90-Nachfolgeserie "SV1" und Cray-T90 in eine Folgelinie "SV2" überführt, so der Hersteller (SV2 = Scalable Vector 2nd Generation). Die Mikroprozessor-Rechner sollen in der Linie Scalable Node 1st Generation (SN1) aufgehen. Der Clou dabei: Beide Folgeserien werden auf derselben Systemarchitektur DSM2 (Distributed Shared Memory, zweite Generation) basieren.

Numa-Architektur als technische Basis

DSM2 baut auf der cc:Numa-Architektur des Herstellers auf, die in den Cray-Origin-2000-Rechnern eingesetzt wird (cc:Numa = Cache Coherent Non-Uniform Memory Access). Das DSM2- Design soll sich bis auf 1024 Knoten skalieren lassen - Vektor-CPUs bei der SV2-Linie und Standard-Mikroprozessoren bei der Serie SN1. Neben den MIPS-"R10000"-Nachfolgern "R14000" plant SGI hier auch den Einsatz von Intels 64-CPU "Merced" ("IA 64"). Die ersten SN1-Computer sollen Ende 1999 auf den Markt kommen.

Auf beiden Produktlinien - SV2 und SN1 - werde das Betriebssystem "Scalable Irix" laufen, das unter anderem interoperabel mit Windows NT sein soll. Damit könnten etwa NT-Benutzer auf Supercomputer-Ressourcen zugreifen oder diese über das Microsoft-System verwalten. Im Rahmen seiner Softwarestrategie plant SGI darüber hinaus, die Betriebssysteme "Unicos", "Unicos/mx" und "Irix" in ein gemeinsames System auf Basis von Scalable Irix zu überführen.

In den ersten Jahren nach 2000, so die weitergehenden Pläne, sollen schließlich die beiden Produktlinien SV2 und SN1 in einer einheitlichen Serie auf Ba- sis der DSM-Architektur der dritten Generation zusammengeführt werden. In einem DSM3- gestützten System könnten dann Rechnerknoten mit Vektorprozessoren und Knoten auf Ba- sis von Standard-CPUs koexistieren.