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16.09.1977

Simple Bedienungssprache kennzeichnet Kreuztab:Ein Datei - Auswerter für die Fachabteilung

*Christoph Heitz ist freier EDV - Fachjournalist

Aus einer Datei Kreuztabellen zu erstellen, ist eine mühsame Arbeit, insbesondere dann, wenn Boolesche Verknüpfungen als Parameter für die Datensatzselektion notwendig sind. Für Auswertungen dieser Art ist zumeist die EDV - Abteilung zuständig. Ein solches Programm in Cobol oder Assembler zu schreiben, dauert meist so lange, daß die Ergebnisse häufig nicht mehr aktuell sind.

Auf dem Markt sind eine ganze Reihe von Dateiauswertesystemen. Eine sehr einfache Bedienersprache kennzeichnet zum Beispiel das von der GFS entwickelte "Kreuztab" - System. Wenn etwa das Stadtbauamt eine Auswertung der Wohnungen in bezug auf den Sanitärstatus haben will, mit dem Ergebnis einer Tabelle nach Bild 1, so lautet die Formulierung des Problems in der Kreuztab - Sprache:

HOLE WOHN_DAT

WENN (BAD = 0 ODER BAD = 9)

UND BEZIRK = 012

UND ANZAHL_RAUM= &X1

UND BAUJAHR > = &YI

UND BAUJAHR < = &Y2

DANN DRUCKE ANZ*

TITEL SANITÄRSTATUS_BAUJAHR / GRÖSSE

&X1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

&Y1 0000 1901........1961 1971

&Y2 1900 1918........1970 1974

In diesen Formulierungen sind die Ausdrücke &x1, &y1, &y2 sogenannte Formal -Parameter. Diese bilden dann die Kopfzeile und die Vorspalte der Tabelle. Die Formalparameter "&y1, &y2" bieten jeweils die untere und obere Grenze irgendwelcher Intervalle. Mit "&y1" ist dann die Reihe der unteren Intervallgrenzen, mit "&y2" die Reihe der oberen Intervallgrenzen angegeben.

ANZ bedeutet, daß die Anzahl der Wohnungen in die entsprechenden Sortierfächer gestellt wird. Zeilensummen und Spaltensummen führen zu besserer Gesamtübersicht. Optional ist zusätzlich zu einer solchen Tabelle mit absoluten Zahlen eine mit Prozentwerten anzugeben.

Mehrdimensionale Kreuztabellen

In manchen Anwendungsfällen ist es notwendig, Sachzusammenhänge nicht nur zweidimensional aufzulösen, sondern noch eine dritte Dimension vorzuziehen. Beim Sanitärstatus, der nach Raumzahl und Baujahr aufgelöst wird, kann jetzt in der dritten Dimension noch die Anzahl der Bewohner ausgewiesen werden. Für jede Bewohnerzahl würde dann ein solches Tabellenblatt erstellt. Die Information stellt sich sozusagen scheibchenweise dar. Die Anfrage wird zu diesem Zweck um den Formal - Parameter "&Z" erweitert.

In Kopfzeile und Vorspalte sind maximal je 100 Einträge möglich, also 100 Spalten bei 100 Zeilen. In der dritten Dimension sind 20 Einträge möglich, das heißt 20 "Scheiben". Da diese Tabellen größer sind als ein Ausgabeblatt auf dem Schnelldrucker, ist durch sinnvolle Seitennummergebung für eine kontinuierliche Aneinanderreihung gesorgt.

Aber nicht nur die Anzahl der bestimmten Kriterien gehorchenden Datensätze wird in den Tabellen angezeigt, sondern es ist auch möglich absolute Zahlen in den einzelnen Fächern, in den Spalten und Zeilensummen aufzuführen, wenn dies notwendig ist, zum Beispiel bei Umsatzzahlen. Eine solche Formulierung würde dann etwa heißen:

HOLE KUNDENDAT

WENN (BRANCHE = 1 ODER BRANCHE = 3)

UND PLZ = 8000

UND BESCHÄFTIGTE =&X1

UND BESCHÄFTIGTE = &X2

UND UMSATZ =&Y1

UND UMSATZ = &X1

DANN DRUCKE SUM TITEL BESCHÄFTIGTE / UMSATZ

&X1 1 51 101 151 201 251 301 351 401

&X2 50 100 150 200 250 300 350 400 450

&Y1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

&Y2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22

Die Zahlen unter &Y1 und &Y2 bedeuten Umsätze in Millionen.

Leicht erlernbar für die Fachabteilung

Ein paar Regeln zu erlernen, genügt, um Kreuztab - Formulierungen zu realisieren. Eine Einweisung dauert etwa eine Stunde. Das bedeutet, daß die Fachabteilung selbst ihre Auswertungen formulieren kann. Sie schickt diese zum Rechenzentrum, wo sie abgelocht und dann bearbeitet werden. Optional ist möglich, die Anfragen am Bildschirm zu formulieren und dann etwas später den Computer - Ausdruck vom Rechenzentrum zu bekommen. Damit ist Kreuztab ein Werkzeug für die schnelle Befriedigung von Informationsbedürfnissen, nicht nur in der Statistikabteilung oder bei statistischen Ämtern, sondern für die Einkaufsabteilung, die Disposition, die Buchhaltung oder die Erfolgskontrolle.