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19.12.2003 - 

Streit um Umfrage zu Enterprise-Content-Management-Software

Sind Ixos-Kunden unzufrieden?

MÜNCHEN (CW) - Eine Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Rethink Research ergab, dass zwei Drittel der Ixos-Kunden keine weiteren Produkte vom Münchner Hersteller kaufen möchten. Ixos hält die Studie für nicht repräsentativ und verweist auf eigene Untersuchungen, die genau das Gegenteil ergeben hätten.

Rethink Research hatte im Oktober dieses Jahres 100 europäische CIOs zur Nutzung von Software zum Enterprise-Content-Management (ECM) befragt. Dabei sollten sie unter anderem angeben, von welchem Hersteller sie Programme erworben haben und ob sie noch einmal dort kaufen würden. Zwei Drittel der Ixos-Kunden verneinten dies.

Keine gekauften Umfrageergebnisse

Peter White, Managing Director beim Marktforschungsunternehmen, führt die Schlappe für den Anbieter auf die Unzufriedenheit mit dessen Service zurück. Dass die schlechte Benotung mit der geplanten Übernahme von Ixos durch Open Text zusammenhängen könnte, schloss der Rethink-Chef aus. Laut White handelte es sich nicht um eine von der Industrie finanzierte Auftragsstudie.

Auf die wenig schmeichelhaften Ergebnisse reagierte Ixos mit dem Einwand, die Rethinks Studie sei weder repräsentativ, noch seien die 100 befragten CIOs unbedingt auch Ixos-Kunden gewesen. Der Content-Management-Anbieter verwies auf eine eigene, von der Unternehmensberatung Dr. Bergmann Dr. Rohde & Consulting Group aus Bochum organisierte Umfrage unter 400 Ixos-Anwendern vom Mai 2003. Dabei gab die Mehrheit an, auch weiterhin mit Ixos Geschäfte machen zu wollen.

Trotz der Unzufriedenheit mancher Anwender plant keine der von Rethink befragten Firmen, ihr Content-System abzulösen. In puncto Kundenzufriedenheit schloss Filenet am besten, wenn auch nicht überragend, ab: 50 Prozent der Kunden würden sich bei Bedarf wieder an das Softwarehaus wenden. Investitionsbereit zeigten sich vor allem Interwoven-Kunden: Die Hälfte von ihnen möchte demnächst weitere Produkte vom Hersteller kaufen. Beim Konkurrenten Documentum ist es jeder Dritte.

Einer firmenweiten Nutzung von solchen Lösungen über Abteilungsgrenzen hinweg - genau dies ist der Ansatz von Enterprise-Content-Management - stehen die interviewten CIOs eher kritisch gegenüber: 80 Prozent meinten, Unternehmensbereiche würden nur ungern Informationen teilen. Zudem sei es schwierig, Anwendern die Vorteile von ECM verständlich zu machen. (fn)