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27.11.1987

Sind Online-lnformationen grundsätzlich ihr Geld wert?

Die Nutzung externer Datenbanken findet in Deutschland noch relativ wenig Resonanz. Vor allem schrecken die hohen Kosten und die unzureichende Benutzerfreundlichkeit viele Anwender ab. Aber auch inhaltliche Unzulänglichkeiten sind häufig ein Argument gegen diese Dienste. COMPUTERWOCHE befragte User, die bereits mit der modernen Informationstechnologie Erfahrungen gemacht haben, wie sie die Situation sehen.

Manfred Hank

Leiter Informationsvermittlungsstelle der Universitätsbibliothek, München

Das Feedback seitens unserer Kunden ist relativ gering. Allerdings lassen die jährlichen Zuwachsraten bei der Nutzung des von uns angebotenen Dienstes darauf schließen, daß unsere Kunden im Regelfall mit der Ausbeute zufrieden sind. In erster Linie arbeiten wir für Zwecke der Universität. Das heißt, Professoren, Assistenten und Studenten, mehr als die Hälfte davon aus dem Fach Medizin, treten mit ihren Fragestellungen an uns heran. Die Suche nach den gewünschten Literaturnachweisen übernehmen dann die Mitarbeiter der Informationsvermittlungsstelle die sich in der Vielzahl der verfügbaren Datenbasen und mit den verschiedenen Retrieval-Sprachen auskennen müssen.

Gottfried Bloß,

Leiter der Abteilung Wissenschaftliche Dokumentation, Hoechst AG, Frankfurt

Die Abteilung Wissenschaftliche Dokumentation bei der Hoechst AG versorgt hauptsächlich hausinterne Forscher der Labors mit Datenbankinformationen aus dem chemischen Bereich. Wie ergiebig die angeforderten Hinweise für diese Mitarbeiter jedoch sind, ist schwer zu beantworten. Zum Beispiel kommt es vor daß die Datenbankrecherchen wertlos sind, da die Ausbeute dem Anfragenden schon bekannt war. Aber es ist natürlich auch möglich, daß aus einer ganz kleinen Anregung seitens der Online-Dienste ein neues Produkt entsteht, welches Millionen einbringt. Insofern kann meines Erachtens über den Wert dieser Informationsdienste pauschal kein Urteil abgegeben werden.

Bernd von Rosenzweig Leiter PR-, Presse- und Informationsabteilung, Conoco Mineralöl GmbH, Hamburg

Wir nutzen als Online-Datenbanken die Reutter-Systeme, und zwar mit vollster Zufriedenheit. Konnten beispielsweise früher nur Anrufe bei den jeweiligen Banken oder auch Wirtschaftsnachrichten, Aufschluß über den Devisenmarkt geben, sind wir heute wesentlich schneller über die aktuellsten Kurse der mineralölbezogenen Produktenbörse unterrichtet (Rotterdamer Börse). Der Markt kann jederzeit verfolgt werden; somit lassen sich auch Geschäfte und Transaktionen schneller abwickeln. In vielen Fällen hat sich das schon bezahlt gemacht. Nehmen wir zum Beispiel den Kursverfall des Dollars. Innerhalb von zwei Stunden ist er von 1,70 Mark auf 1,67 Mark gefallen. Um Dispositionen zu treffen, muß ein Unternehmen also in sehr kurzer Zeit aktiv werden. Ohne Online-Informationen wäre das nicht möglich.