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04.11.1994

Single-User-Versionen von SQL Server und Interbase Datenbankhersteller entdecken erneut den Einzelplatzanwender

SAN MATEO (IDG) - Die Single-User unter den Datenbankentwicklern werden von den Grossen der Branche zur neuen Zielgruppe erklaert. Nach Oracle und Informix wollen nun auch Microsoft und Borland ihre Mehrplatzsysteme als Stand-alone-Loesungen anbieten. Potentielle Kunden sollen im Bundling auch die Entwicklungs-Tools der Hersteller erhalten.

Gruende fuer diese Strategie sehen Analysten einerseits in den fallenden Margen beim Absatz von Datenbank-Servern, andererseits versprechen Entwicklungs-Tools noch gute Geschaefte, wie die Beispiele Powersoft und Gupta gezeigt haben. Das Bundling soll den Kunden locken: Mit der Single-User-Version erhalten Datenbankdesigner eine Loesung, die komplett auf einem System laeuft, einschliesslich der Repositories und Werkzeuge.

Marktpotential sehen die Hersteller vor allem im Upsizing-Bereich. Dort bietet sich den Anwendern die Moeglichkeit, das Produkt als Einzelplatzversion zu testen. Die Chance auf eine unternehmensweite Installation zu einem spaeteren Zeitpunkt wird offensichtlich als recht gut eingestuft. Interessenten fuer die Einzelplatzversionen werden auch bei Drittanbietern vermutet. Dort koennten Anwendungen entstehen, die dem jeweiligen Multi-User- System den Ruecken staerken.

Dies mag besonders fuer den SQL Server von Microsoft gelten. Das Gates-Unternehmen plant fuer Windows NT 3.5 eine "SQL Server Workstation", die statt der bisher ueblichen Einzellizenzen fuer Server und Tools nun ein Komplettpaket anbietet. Es umfasst neben der Einzelplatzversion des SQL-Server 4.2.1 auch die Administrations-Tools, den Support fuer einen Netzwerkteilnehmer sowie saemtliche Programmbibliotheken und Entwicklungswerkzeuge, die normalerweise als "Programmers Toolkit" fuer den mehrplatzfaehigen SQL Server extra erworben werden muessen. Das Bundle wird fuer Intel-, Alpha- und Mips-Systeme ausgeliefert, der Preis soll etwa 500 Dollar betragen.

Microsofts Product-Manager Gary Voth betont, dass es sich bei dem Bundling nicht etwa um eine abgespeckte Version des SQL Servers handelt: Alle Management-Funktionen und Features wie etwa Two- phase-Commit seien auch in der Workstation-Loesung vorhanden.

Ebenfalls ohne Abstriche bei den Funktionen will Borland bis Jahresende eine Mini-Windows-Version der Datenbankumgebung "Interbase 4.0" herausbringen. Mit zum Bundle der Single-User- Version gehoeren das Berichts-Tool "Report Smith" und spaeter auch die objektorientierte Entwicklungsumgebung "Delphi", die voraussichtlich im ersten Quartal 1995 verfuegbar sein wird. Interbase 4.0, der grosse Bruder, absolviert derzeit das letzte Betastadium.

Das Update wird Ansi-SQL-92, Stored Procedures und Trigger- Ereignisse unterstuetzen. Hinzu kommt ein ODBC-Support fuer verschiedene Desktop-Applikationen und Verbesserungen beim Administrations-Tool "Server Manager".