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26.10.2001 - 

Aktie der Woche

Sinner Schrader: Einstieg lohnt

Stephan Hornung*

Nachdem sich weltweit viele der ursprünglich erfolgreichen Internet-Agenturen wie March-First, Kabel New Media oder auch Pixelpark durch zu teure und zu schnelle Übernahmen selbst zerstört oder doch zumindest empfindlich geschwächt haben, geriet die ganze Branche aus dem Rampenlicht der Investoren. Dies ermöglicht aber auch gute Einstiegschancen bei den noch verbliebenen "Blue Chips". Dazu zählt die Hamburger Sinner Schrader AG. Das 1996 gegründete Unternehmen hat seine Stärken vor allem in der Produkt- und Lösungskompetenz. Die Kursverluste vom Hoch betragen über 95 Prozent und sind teils mit den im Frühjahr 2000 einfach astronomisch hohen Bewertungen für junge Technologieunternehmen zu erklären. Manche Anleger dürften aber auch die vorgelegten Zahlen falsch interpretiert haben. Die Firma Netmatic wurde fast ausschließlich gegen Bezahlung in Aktien übernommen. Allein aus dieser Übernahme resultiert ein Goodwill von 17 Millionen Euro, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Die derzeitigen Verluste sind auf diese Abschreibungen zurückzuführen. Auf Cash-Flow-Basis arbeiten die Hanseaten profitabel und können deshalb die Cash-Position in Höhe von 28,5 Millionen Euro weiter ausbauen. Ursprünglich hatte Sinner Schrader viele Kunden der New Economy, schaffte aber rechtzeitig den Fokus auf etablierte Unternehmen zu legen. Zu den Kunden zählen heute Deutsche Bank, Postbank, Tchibo, Otto, Bertelsmann oder Europcar. Allein Folgeaufträge aus der bestehenden Kundenbasis sind ein solides Fundament im derzeit schwierigen Umfeld für das kommende Geschäftsjahr. Bei Kursen um 2,50 Euro ist die Aktie ein Kauf.

*Stephan Hornung und Christian Struck sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.