Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.07.2003 - 

Windows auf dem Vormarsch

Sinnige und unsinnige Gadgets

MÜNCHEN (hi) - Was haben ein Roboter, ein Trimmrad und eine Nähmaschine gemeinsam? Nichts? Falsch, alle drei Geräte und weitere Gadgets werden künftig, geht es nach Microsoft-Gründer Bill Gates, von der einen oder anderen Windows-Version gesteuert.

Fast schon skurril muten manche Geräte an, die als elektronische Devices mit Windows XP Embedded oder Windows CE nach dem PC nun auch andere Lebensbereiche erobern sollen - etwa der Heimroboter "Maron-1". Sofern der Ausdruck auf ein kleines Monstrum aus Plastik und Chips überhaupt zutrifft, es erscheint eher putzig oder knuddelig. Eigenschaften, die ganz im Gegensatz zu seinen Aufgaben stehen. Es soll nämlich als digitaler Wachhund die Wohnung seines Besitzers hüten und im Falle eines Einbruchs Bilder der Diebe gleich an ein Mobiltelefon senden. Bleibt nur die Frage ob Maron-1 überhaupt dazu kommt, bevor der Einbrecher den elektronischen Aufpasser mit einem Fußtritt außer Gefecht setzt.

Eine bessere und sportlichere Methode, um überschüssige Energie abzubauen, bietet da sicher das Trimmrad "Exertis". Warum dieses ein Betriebssystem benötigt, wird erst auf den zweiten Blick ersichtlich: Der Fitnesstrainer ist gleichzeitig eine Spielkonsole, bei der die eigene Spielfigur umso mehr Kraft bekommt, je schneller man in die Pedale tritt. Vernetzt man die Trimmräder miteinander, etwa in einem Fitnessstudio, so können sportliche Zeitgenossen ihren Spielwitz und ihre Muskelkraft mit anderen messen.

Intelligente Nähmaschine

Vernetzt ist auch die Nähmaschine der Zukunft. Über das Internet lädt "Artista" sich Muster herunter, um die Textilien mit Stickereien zu verzieren. Vorstellbar wäre aber auch, dass sich die Maschine bei Bedarf weitere Nähsticharten abruft, wie sie etwa zur Reparatur eines Segels benötigt werden.

Während die Digitalisierung einer Nähmaschine durchaus noch nachvollziehbar ist, stellt sich bei anderen elektronischen Gadgets unwillkürlich die Sinnfrage: so beim digitalen Bilderrahmen "Loom 1700" von Photoloom. Mit einem zentralen Haus-Server über Wireless LAN oder Powerline vernetzt, verspricht der elektronische Bilderrahmen ein Ende der Tristesse an den heimischen Wänden. Statt jahrelang das gleiche Motiv zu präsentieren, wechselt Loom automatisch das Bild. Vorbei ist damit aber auch die Freude, im Urlaub auf Märkten und in Museumsläden selbst auszusuchen, was einem gefällt.

Aber vielleicht hat der Urlauber von morgen für solche Kunst auch gar kein Auge mehr, weil er "Poma", den tragbaren PC von Hitachi, nutzt. Vorbei sind die Zeiten, in denen PDAs in der Tasche verschwanden. Der digitale Nomade der Neuzeit trägt seinen Rechner auf dem Kopf und hat seine E-Mail-Inbox dank eines Headmount-Displays im wahrsten Sinne des Wortes auf Schritt und Tritt vor Augen.

Dass manche Windows-Devices mehr als reine Spielerei sind, zeigt der "Phraselator". Auf Zuruf soll dieses Gerät englische Sätze in Fremdsprachen übersetzen und etwa die Aufforderung "Hände hoch" auf Arabisch, Afghanisch oder Pakistanisch über den eingebauten Lautsprecher ausgeben. Ihre Feuertaufe erleben die Geräte derzeit in Afghanistan und im Irak, wo die US-Armee die kleinen Übersetzer testet. Vielleicht liegt darin ja auch eine Ursache, warum die Amerikaner bei der einheimischen Bevölkerung so unbeliebt sind: Wer unterhält sich schon gerne mit einer Maschine?