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30.10.1998 - 

Kommentar

Sinnvoll investiert oder kunstvoll verschwendet?

Der geneigte Steuerzahler fragt sich einmal mehr: "Muß das denn sein?"

Beim Nachdenken über die ATM-Arbeitsplätze (ATM = Asynchronous Transfer Mode) im Bundesministerium des Innern (BMI) drängt sich das Bild des sesselverwöhnten Beamten auf, dem ein weiteres Zuckerstückchen den Umzug von Bonn nach Berlin versüßt. Über der Spree residiert er dann, Multimedia-fähig verkabelt, surft in die Welt hinaus, schaut Video oder Parlamentskino und schwadroniert via Konferenzsystem mit Bonner Kollegen über gute alte Zeiten - statt zu arbeiten. Das Bild ist zu schön, um nicht wahr zu sein.

Das ATM-Netz des BMI zeigt, was sich mit Kommunikationstechnik anstellen läßt - wenn das nötige Kleingeld bereitliegt. Offenbar, so wird geflüstert, zählt auch der Bundesrechnungshof längst zu den eifrigen Kritikern der BMI-Infrastruktur. Ihm klingt "Investition in die Zukunft" und "gesicherte Bandbreiten für Multimedia-Anwendungen" offenbar zu schwammig für die Mark.

Doch hat sich in der Vergangenheit eine frühzeitige Ausstattung mit moderner Infrastruktur für ein Unternehmen immer ausgezahlt. Dafür gibt es zahlreiche, gelungene Beispiele in der Wirtschaft. Bleibt die Frage, ob das auch für eine Behörde, in diesem Falle eine oberste, gültig sein muß.