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10.08.2001 - 

Anleitung zur Problemlösung

Sinnvolles Konflikt-Management

Führungskräfte sollten ein Frühwarnsystem für eine sinnvolle Konfliktkultur entwickeln. Bisher unterschätzen Manager häufig, welche Schäden für das Unternehmen aus nicht bereinigten Problemen zwischen Mitarbeitern hervorgehen. Von Inge Steutzger*

Fünf typische Konfliktursachen benennt die Autorin Hedwig Kellner, bei denen Führungskräfte hellhörig werden sollten: Veränderungen im Betrieb, widersprüchliche Zielsetzungen, Karrierekämpfe, Hierarchien und nicht zuletzt Streithähne und Unruhestifter sorgen dafür, dass es am Arbeitsplatz fast nie ohne Probleme abgeht.

Wer dabei jeweils Recht behält, hängt oft weniger von der Streitsache ab als vielmehr vom individuellen Umgang mit Konflikten. Die drei Varianten des Konfliktverhaltens ihrer Mitarbeiter sollten Führungskräfte kennen: die logisch-sachliche, die emotionale und die beziehungsorientierte. Je nach Temperament und Umgang mit dem Konflikt ergeben sich verschiedene Stufen der Eskalation: von einer bloßen "Verstimmung" bis zum "Krieg mit Vernichtungswillen".

Damit es gar nicht so weit kommt, schlägt die Autorin ein strategisches Konflikt-Management vor. Dazu gehört, dass sich die Beteiligten weniger, als das bisher oft üblich ist, auf die Schuldfrage einlassen.

Wichtiger als die Warum-Frage ist, so Kellner, die Wozu-Frage, also der Blick in die Zukunft. Gerade in Konflikten sollte man strategisches Denken einsetzen: Jeder Beteiligte sollte sich auf seine langfristigen Ziele besinnen und vermeiden, sich zu unüberlegten Worten oder Taten hinreißen zu lassen, die diese Ziele gefährden könnten.

Die Autorin hat mit ihrem Buch Führungskräften eine gute Anleitung zur Problemanalyse und -lösung geliefert.

*Inge Steutzger ist freie Journalistin in München.

Hedwig Kellner: Konflikte verstehen, verhindern, lösen. Konflikt-Management für Führungskräfte. München, Wien: Hanser 2000. 171 Seiten, 29,80 Mark, ISBN 3-4462-1492-5.