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14.05.2008

Sistema interessiert sich für Infineon - Handelsblatt

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der russische Mischkonzern Sistema hat Interesse an dem Chiphersteller Infineon bekundet. "Für uns ist Infineon ein sehr interessantes Ziel - vor allem der Bereich Forschung- und Entwicklung", sagte Sistema-CEO Alexander Gontscharuk dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Hier seien die Neubiberger hervorragend.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der russische Mischkonzern Sistema hat Interesse an dem Chiphersteller Infineon bekundet. "Für uns ist Infineon ein sehr interessantes Ziel - vor allem der Bereich Forschung- und Entwicklung", sagte Sistema-CEO Alexander Gontscharuk dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Hier seien die Neubiberger hervorragend.

Spekulationen zu Folge hat Sistema bereits den Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG kontaktiert. Nach Einschätzung von Moskauer Analysten verfüge der Konzern auch über die nötigen finanziellen Mittel um eine größere Übernahme im Ausland zu stemmen, so das Blatt. CEO-Gontscharuk weist aber konkrete Schritte weit von sich: "Wir sind nicht aktiv, wir beobachten, wie sich die Situation bei Infineon entwickelt".

Ein Infineon-Sprecher wollte sich auf Anfrage von Dow Jones Newswires am Mittwoch nicht zu den Informationen äußern.

Sistema ist heute der größte Mischkonzern in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Anders als die meisten russischen Großkonzerne verdient das in London und Moskau gelistete Unternehmen sein Geld - im vergangenen Jahr bei 13 Mrd USD Umsatz ein Reingewinn von 1,5 Mrd USD - nicht mit Rohstoffen, sondern mit Telekommunikation, Hightech und im Dienstleistungssektor.

Bekannt wurde Sistema vor allem durch den Versuch, bei der Deutschen Telekom AG einzusteigen, was aber an politischen Widerständen scheiterte. Auch im Fall von Infineon sieht Gontscharuk politische Hürden: Der Konzern sei "ein Flaggschiff der deutschen Industrie", es gehe daher nicht nur "um das Geschäft". Für den Kauf nur eines Teiles des Konzerns sieht er derzeit wenig Möglichkeiten.

Eine vollständige Übernahme macht in seinen Augen keinen Sinn: Mit Blick auf den Kostennachteil einer Produktion in Westeuropa und den Konkurrenzdruck aus Asien sei der "Zeitpunkt nicht gut".

Webseiten: http://www.handelsblatt.de http://www.infineon.de http://www.sistema.com DJG/kla/brb

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