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01.08.2003 - 

Ein Schritt näher zum papierlosen Büro

Sixt fährt gut mit revisionssicherem Speicher

MÜNCHEN (kk) - Der Autoverleiher Sixt AG in Pullach bei München hat das Procedere zum Anmieten eines Wagens ganz auf Online-Betrieb umgestellt. Kern der Lösung ist die revisionssichere Archivierung der Mietverträge, die mit EMCs "Centera"-Speicher verwirklicht wurde.

Bei Sixt stehen Mietverträge für Leihwagen rund um die Uhr an jeder Station zur Verfügung. Jeder der Millionen Mietverträge von mehr als 1000 Standorten europaweit wird seit Herbst vergangenen Jahres vor Ort auf einem digitalen Pad ausgefüllt und meist über DSL der Konzernzentrale in Pullach übermittelt. Lediglich der Kunde erhält einen Papierausdruck des elektronisch unterschriebenen Dokuments.

Die digitalen Daten landen in Pullach auf dem 300000 Euro teuren Centera-Speicher, den EMC erstmalig in Deutschland installiert hatte. Die Besonderheit dieser Festplatteneinheit ist die revisionssichere Verwahrung der Informationen. Bislang wurden Inhalte, die nicht verändert werden dürfen, auf langsame Sekundärspeicher wie optische Platten oder CD-Archive gespeichert. Centera aber nutzt herkömmliche Festplatten und kann so die Informationen schnell online zur Verfügung stellen.

Was dem Dokument die Einzigartigkeit verleiht, ist die "Centrastar"-Software. Sie errechnet für jedes Datenobjekt (bei Sixt ist das jeder Mietvertrag) mit Hilfe eines speziellen Algorithmus einen unverwechselbaren, 128 Bit langen "Fingerabdruck". Würde im Dokument auch nur ein Bit geändert, ergäbe sich ein anderer Wert. Der 128-Bit-Code wird mit den Metadaten - etwa Angaben über die ausstellende Sixt-Agentur - zu einem Objektnamen umgewandelt, der von Client-Systemen aufgerufen werden kann.

Hans-Joachim Schwarzer, Leiter EDV Produktion bei Sixt, begrüßt nicht nur die schnellere Schadensregulierung: "Wir haben damit auch unsere Geschäftsprozesse optimiert." Früher wurden die Papierverträge von den Außenstellen nach München transportiert, dort manuell eingescannt und auf Worm-Bibliotheken (Worm = write once, read many) verwahrt. Insgesamt dauerte diese Prozedur zwei bis drei Wochen. Es entfallen aber nicht nur die zeitraubenden Zwischenschritte zur Digitalisierung. "Wir sparen auch noch Speicherplatz, weil die digital erzeugten Daten nur ein Viertel so groß sind wie früher die gescannten Files der Mietverträge", freut sich Schwarzer. Dadurch wird überdies weniger Bandbreite für den Datentransfer benötigt.

Die neue Speicherarchitektur wirkt sich positiv auf die laufenden Betriebskosten aus, denn in Speichermedien muss nicht mehr investiert werden. Die zwei alten Jukeboxen waren mit jeweils 200 Worm-Medien bestückt und lieferten eine Kapazität von 2 TB. Sie werden zur Recherche der alten Dokumente weiterverwendet. Die im Juni 2002 installierte Centera bringt es derzeit auf 5 TB und bietet Platz für 500 Millionen Mietverträge. Reicht das nicht, kann die Kapazität innerhalb des Systems auf 10 TB verdoppelt werden. Danach besteht die Möglichkeit, ein zweites System mit weiteren 10 TB anzuhängen. Auch die Mitarbeiter der Sixt Leasing AG nutzen den EMC-Speicher.