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18.08.1989 - 

Norwegischer Mini-Hersteller erneut von Verlusten gebeutelt

Skar geht: Schwere Zeiten für Norsk Data

OSLO (CW) - Mit dem Rücken zur Wand steht derzeit Norsk Data: Der norwegische Minicomputer-Hersteller meldete für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres erneut schwere Verluste. Rolf Skar, Mitgründer des Unternehmens und seit 1978 Chief Executive Officer von ND, gab jetzt seinen Rücktritt bekannt.

Auf rund 200 Millionen Kronen (etwa 52,6 Millionen Mark) beläuft sich der Fehlbetrag, den die Osloer Norsk Data AS für das erste Halbjahr 1989 ausweisen muß. Damit knüpft der norwegische Minimaker nahtlos an die schlechte Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres an, als Norsk Data erstmals in seiner Unternehmensgeschichte rote Zahlen schreiben mußte. An die 871 Millionen Kronen Verlust hatten die Norweger damals bilanziert.

Auch für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres besteht wenig Hoffnung auf finanziellen Aufschwung. Deshalb geben viele Branchenexperten dem Osloer Computerhersteller kaum noch Überlebenschancen. Zwar versuche Norsk Data jetzt vehement, mit Umstrukturierungsmaßnahmen und neuen Produktentwicklungen den Hals noch aus der Schlinge zu ziehen, doch kämen diese Maßnahmen zu spät. Die Norweger hätten es wie viele andere Computerhersteller (Wang, Data General und Nixdorf) versäumt, mit neuen Produkten den sich wandelnden Bedürfnissen der Anwender Rechnung zu tragen.

Hart ins Gericht gehen die Marktauguren vor allem mit Rolf Skar, Mitbegründer von Norsk Data und seit elf Jahren der Chef des Osloer Minicomputerherstellers. Engstirnig habe er an seiner Proprietary-Politik festgehalten, anstatt zügig auf die Forderungen der Kunden nach Standards zu reagieren. Skar, der den Osloer Minimaker einst zum Shooting-Star der Branche gemacht hatte, erklärte jetzt seinen Rücktritt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Finanzchef Erik Engebretsen ernannt.