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Entsorger disponiert mit Mobilfunktechnik


06.12.2002 - 

SMS meldet Fahrzeug- und Containerdaten

Die Entsorgungsfirma TK Umweltdienste nutzt den Short Message Service (SMS) für ihre Telematik, um Fahrzeugflotte sowie Container effizienter einzusetzen. Außerdem dient das System der Auftrags- und Personalerfassung. Von Julia Niewöhner*

Vor vier Jahren entschloss sich der Entsorger TK-Umweltdienste, die Technik für das Flotten-Management zu digitalisieren. Grund dafür war die Unzufriedenheit mit der bis dahin genutzten Bündelfunklösung. Häufige Systemausfälle machten der Firma zu schaffen, und so fiel der Entschluss, den gesamten Fahrzeugpark auf das D2-Mobilfunknetz umzustellen.

Die Migration dauerte zwölf Monate, erinnert sich Helmut Hellmann, Leiter Softwareentwicklung. Anfangsschwierigkeiten habe es bei der Integration verschiedener Hard- und Softwarekomponenten sowie in der Abstimmung der neuen SMS-Eingänge mit dem bestehenden System gegeben.

Doch wie funktioniert die Lösung? In jedem der 75 Transportfahrzeuge des Entsorgers ist eine Mobilfunkbox mit fest eingebautem Zwei-Watt-Telefon und ein GPS-Empfänger installiert. Alle Transporter sind ferner mit Bordterminals ausgestattet, in die Container-, Fahrzeug- sowie Personaldaten des Fahrzeugteams eingegeben werden. Die Abfallcontainer werden mit zusätzlich integrierten Scannern erfasst. Um sie für die gewerbliche Müllbeseitigung identifizieren zu können, sind die Behälter mit einem Transponderchip ausgestattet. Sobald die maximale Füllmenge erreicht ist, sendet der Chip ein Signal an einen Empfänger. Dieser schickt dann eine SMS an den für die Entleerung verantwortlichen Entsorger.

Darüber hinaus meldet die in jedes Fahrzeug integrierte Mobilfunkbox die Daten von Lkw, Container, Auftrag und Personal alle 120 Sekunden per SMS an die Kommunikationszentrale des Unternehmens. Das geschieht über den direkten Anschluss an den SMSC-Server von Vodafone in Düsseldorf, der diese Informationen an TK Umweltdienste weiterleitet. Der Zugang zur Vodafone-Kurzmitteilungszentrale birgt laut Hellmann mehrere Vorteile. Erstens könne dadurch das SMS-Aufkommen von täglich 25000 Kurzmitteilungen bewältigt werden. Zweitens sei ein Summen-Check möglich, also die Kontrolle, ob alle SMS angekommen sind. Alle eingegangenen Daten werden in der Einsatzzentrale gesammelt und nach Logistik, Auftragsabwicklung und Vertrieb ausgewertet.

Die übermittelten Positionen der Fahrzeuge und Container werden in digitalen Karten angezeigt, die jeder Disponent am PC einsehen kann. Kombiniert mit Informationen zu Kunden und Lieferzeiten hat er den Überblick über die gesamte Auftragsabwicklung. Das bedeutet Vorteile beim Kundengespräch, weil auf dem PC mit einem Blick erkennbar ist, welches Fahrzeug in der Nähe des Kunden verfügbar ist. Außerdem bedeutet die elektronische Erfassung der Mitarbeiterdaten wie Arbeitsbeginn, Pausen und Wartezeiten im Fahrzeug eine Vereinfachung des Personal-Managements.

Um bei der Kommunikation möglichst kosteneffizient zu arbeiten, schöpft TK Umweltdienste alle technischen Möglichkeiten aus, die Vodafone Geschäftskunden einräumt. So werden die Kurzmitteilungen auf dem Weg über den SMSC-Server des Carriers zum Entsorger aus Sicherheitsgründen in das "Corporate-VPN" von Vodafone eingebunden. Die Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse des Entsorgers bilden auf diese Weise ein eigenes Netzwerk. (pg)

*Julia Niewöhner ist freie Autorin in Düsseldorf.