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20.06.1986 - 

Kostengesichtspunkte ausschlaggebend für Dataland GmbH:

SNA-Datenübertragung im Telefonnetz

BURGDORF (pi) - Für viele Anwendungen ist das Telefonnetz nach wie vor das geeignete Datenübertragungsmedium. Besonders durch die Einführung der Billigmodems der Deutschen Bundespost sind die Einstiegskosten für eine professionelle DFÜ im Telefonnetz drastisch gesunken.

Ein Überblick über die Entwicklung der Grundgebühren der verschiedenen Datennetze zeigt, wie sich die Kosten zugunsten des Telefonnetzes verändert haben:

Durch die Verbreitung der Personal Computer wird die Forderung nach einer preiswerten Datenkommunikation immer dringender. Die steigenden Gebühren der Dienste Datex-L und Datex-P machen den Einstieg in die Kommunikation für PC-Besitzer nicht einfacher. In dieser Situation suchte die Land-Data GmbH nach einer EDV-Verbundlösung für zirka 200 ihrer Buchstellen.

In der Konzeptionsphase wurden verschiedene Hardware- und Netzwerklösungen untersucht. Die Anforderungen an die Hardwareausstattung zeigten schnell, daß mit dem IBM PC eine ausreichende und preiswerte Architektur für die Buchstellen gegeben war.

Die Auswahl der geeigneten Kommunikationssoftware erwies sich jedoch als problematischer.

- Die Anbindung der Buchstellen über die Datex-Netze war durch die hohen Grundgebühren nicht sinnvoll.

- Der Einsatz von Datex-P hätte zusätzliche Investitionen für die X.25-Anpassung erfordert.

- Für Btx wären neben den Investitionen für den Rechnerverbund erhebliche Kosten und Zeiten für die Entwicklung einer zentralen Anwendung notwendig gewesen. Die Übertragungsrate von 75 Bit pro Sekunde und das Problem einer "End to End"-Sicherung sprachen zusätzlich gegen diese Lösung.

Das Telefonnetz mit dem "Billigmodem" MDB 1200-01 war bei dem gegebenen Datenvolumen das geeignete Übertragungsnetz. Mit der vorhandenen zentralen Installation einer IBM 4341 war auch die Netzwerkarchitektur SNA bereits im Einsatz. Die Verbindung der Komponenten PC, SNA-Host und der Modembaugruppe MDB 1200-01 war der optimale Lösungsansatz. Mit den Standardbausteinen der IBM waren die Anforderungen nicht zu erfüllen.

Die Komtech KG bot hier eine technische Lösung für die Anpassung der PCs an die Modembaugruppe MDB 1200-01 an.

Mit den Komponenten

- Modemträger MDB 8412E

- SDLC/ASY-PC-Karte 8601-0

- Software Autodial

und dem RJE-Paket der IBM wurden die ersten Feldversuche durchgeführt.

Als bessere Alternative zum IBM RJE bot sich dann die SNA-Software der Firma micado GmbH an. Durch die Kompatibilität der Komtech SDLC/ASY-Karte 8601-0 zum IBM SDLC-Adapter war ein Wechsel der PC-Software dann möglich.

Das Netz befindet sich zur Zeit im Aufbau. Sieben Buchstellen sind bereits mit Telefon-DFÜ ausgestattet und übertragen ihre erfaßten Daten vollkommen bedienerlos zum Nachttarif zum zentralen Host. Ein Teil der Buchstellen nutzt ebenfalls den 3270-Dialog per Telefon (für kleinere Änderungen zum Beispiel der Gehaltsdaten). Im Test befindet sich der automatische File Transfer vom Host zum PC.

Die effektive Übertragungsleistung der einzelnen Verbindungen liegt bei 130 Bytes pro Sekunde. Die hohe Übertragungsleistung wie auch Messungen der einzelnen Verbindungen zeigen, daß die Fehlerhäufigkeit weit unter dem von der Deutschen Bundespost angegebenen Planungswert von 2 x 10 -4 Bit pro Sekunde liegt.

Durch die Orientierung an SNA waren auf der Rechnerseite keine Investitionen in Hard- oder Software erforderlich. An der vorhandenen 3705 wurde lediglich ein Telefonsammelanschluß mit zur Zeit sechs Leitungen installiert.

Da hier eine technisch neue Lösung gewählt wurde, vergingen von der Konzeption bis zur Feldinstallation 14 Monate.

Zur Einführung des Verfahrens brauchten keine Spezialisten neu eingestellt werden. Durch die Realisierung im Telefonnetz sind konzeptionell bereits die Weichen in Richtung ISDN gestellt, aber wichtiger als ISDN ist für die Land-Data jedoch die rasche Einführung der Modembaugruppe mit 2400 Bit pro Sekunde durch die Post im analogen Telefonnetz.

Information: Komtech KG, Raiffeisenstraße 10, Postfach 132, 3167 Burgdorf, Tel.: 0 51 36/8 50 38