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04.04.1976 - 

IBM-3600-Pilotanwender hatten große Umstellungsschwierigkeiten

SNA enttäuschte in Solingen und München

MÜNCHEN/SOLINGEN - Außergewöhnliche Umstellungsschwierigkeiten machte bei der Stadtsparkasse Solingen und bei der Stadtsparkasse München der Übergang von IBM 5930-Kassenterminals (Star -Stop-Prozedur) auf Bildschirm-Kassen-Stationen IBM 3600 (SDLC-Prozedur). In der jüngsten Ausgabe der "Nur für den Dienstgebrauch" herausgegebenen Fachmitteilungen des Deutschen Spakassen- und Giroverbandes wird über die beiden ersten SNA-Pilotinstallationen (München: 170 Schalterplätze. 18 Steuereinheiten 3601. Solingen: 40 Schalterplätze. 6 Steuereinheiten 3601) berichtet, daß "die theoretischen Angaben über die Anzahl der möglichen Geräte, Modulen und Ringleitungen pro Steuereinheit IBM 3601 nicht erreicht worden sind".

Enormer Speicherbedarf

Da für die neue Systems Network Architecture-Terminalgeneration 3600 die SDLC-Prozedur vorgeschrieben ist, muß auf neuen Steuereinheiten 370x das Network Control Program NCP implementiert sein, das wieder um die VTAM-Zugriffsmethode zwingend vorschreibt. Bei der Stadtsparkasse München erforderte die IBM 5930-Organisation (kein Bildschirm, keine Datenbank-Abfragen) mit BTAM/Gena einschließlich Anwendungsprogramm etwa 200 KB. Nach der Umstellung erzwangen durch häufiges Paging verzögerte Antwortzeiten daß für die Anwendung mit VTAM und IMS schließlich 1500 KB virtuelle Speicher definiert werden mußte von dem 500 KB real sind, um akzeptable Transaktionszeiten auch wahrend der Spitzenbelastung zu erreichen.

Zwei Schalterplätze pro Ringleitung

Auch in Solingen war das Antwortzeitverhalten der 3600-Bausteine bisher im

Vergleich zu dem der IBM 5930 unbefriedigend. Die 3601-Steuereinheiten konnten bis heute maximal vier Ringleitungen (lokal oder entfernt) betreiben. In der Praxis zeigte sieh, daß an eine entfernte 1200 Baud- oder 2400 Baud-Ringleitung höchstens zwei Dialogschirme und zwei Drucker, also nur zwei komplette Schalterplätze, angeschlossen werden können.

Normale Übergangsphase

Des weiteren wird in den Fachmitteilungen der Sparkassen-Organisation über schwerwiegende Softwarefehler berichtet: Instabilität des Betriebssystems bei vollen VTAM-Puffern, verstümmelte ACK-Positiv -Quittungen bei korrekter Übertragung, die zu nochmaligen Eingaben und damit zu Doppelbuchungen führten.

A. Maurer, EDV-Leiter der Stadtsparkasse München, zu dem kritischen Bericht der Verbands-Oberen: "Das waren Schwierigkeiten in der Übergangsphase, wie sie allgemein üblich sind. Wir' haben die komplexe Umstellung auf den Tag genau termingerecht durchgeführt und sind sicher jetzt eine Organisationsform zu haben, die den Mehraufwand durchaus rechtfertigt."

In den Sparkassen-Fachmitteilungen heißt es: "Beide Installationen lassen offenbar zu diesem Zeitpunkt die Feststellung zu, daß der organisatorische Zustand zum Zeitpunkt der 5930-Installation wieder erreicht worden ist."