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Südafrikanische Software für PL1-Systeme

SNAP: Tuning mit analytischer Modellierung

15.10.1982

MÜNCHEN (pi) - Ein vom Institute for Applied Computer Science der Universität Stellenbosch, Südafrika, entwickeltes Tuning-Werkzeug für PL/1-Compiler ist nun auch in der Bundesrepublik Deutschland und Europa erhältlich. "SNAP" - so der Name des Softwareprodukts - unterstützt analytische Modellierung von DV-Systemen.

Die analytische Modellierung sei eine kostengünstige und zuverlässige Alternative zu Simulation und Benchmarkt-Test, erläutert Geschäftsführer Claus Weichselbaumer von der Unternehmensberatung PAMCP-Systems aus München. Diese Modellierungsverfahren basieren auf der Warteschlangentheorie und haben seit Anfang der 70er Jahre eine steigende Bedeutung und weltweite Anerkennung erlangt, erklärt Weichselbaumer.

Das von der Münchner Unternehmensberatung nun angebotene Tuning-Programm stellt die dritte Version dieser südafrikanischen Entwicklung dar. SNAP (Stochastic Network Analysis Package) gestattet mit Hilfe einer eigens entwickelten Modellierungssprache SNAPL/1 eine weitgehend abbildungsgetreue Beschreibung des zu modellierenden

DV-Systems mit beliebigem Detaillierungsgrad.

Mit den zur Verfügung stehenden Sprachmitteln beschreibt der Benutzer die Arbeitslast des DV-Systems, die Hardwarekonfiguration und -Leistung sowie die Inanspruchnahme der Hardwarekomponenten durch die Arbeitslast. Der Anwender erhält von SNAP als Berechnungsergebnis performancerelevante Leistungskenngrößen des modellierten DV-Systems geliefert. Dies seien, so beschreibt der Münchner, arbeitsklassenspezifische Werte über die Auslastung von Hardwarekomponenten, den Durchsatz einzelner Hardwarekomponenten, die Warteschlangen vor Geräten oder auch die Verweilzeit von Batchaufträgen und die Antwortzeit von Transaktionen.

Der Benutzer bestimme durch seine Modellkonstruktion und Parametrisierung die Genauigkeit der Berechnungsergebnisse.

Modellierungen, die auf Meßwerten basieren und eine nicht zu oberflächliche Abbildung des DV-Systems bieten, könnten zu einer Genauigkeit der Auslastungsberechnungen von 95 Prozent führen. Antwortzeiten und Verweilzeiten werden im allgemeinen mit einer Genauigkeit von mehr als 85 Prozent berechnet.

Mit Hilfe der analytischen Modellierung können autarke DV-Systeme, lokale und remote Mehrrechnersysteme, Datennetze und Softwareprodukte unter Analyse-, Schulungs- und Prognoseaspekten untersucht werden, so Weichselbaumer zu den Einsatzmöglichkeiten von SNAP.

Das Produkt wurde in PL/1 implementiert und kann so für Systeme aller namenhaften Hersteller ausgeliefert werden. Eine Jahreslizenz kostet nach Angaben des Münchner Unternehmens 11 000 Mark, eine Einmallizenz 45 000 Mark.

Anwender können mit der Unternehmensberatung einen optionalen Wartungsvertrag abschließen (4500 Mark jährlich), der auch Auslieferung neuer Releases beinhaltet. Die Dokumentation ist im Lizenzpreis enthalten.

Auf Wunsch führt das Münchner Haus Drei-Tages-Schulungen durch, die gesondert berechnet werden.