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13.12.1991 - 

Siemens-Finanzchef Baumann optimistisch

SNI-Heimkehr ins Siemens-Imperium kurz vor dem Abschluß

MÜNCHEN (vwd) - Die Siemens AG, Berlin/München, will am 13. Dezember bekanntgeben, ob wie geplant eine fast vollständige Übernahme der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI), Paderborn, im Rahmen eines Kaufangebots an die Aktionäre gelungen ist.

Siemens hielt bisher rund 78 Prozent an SNI und hatte an die freien Aktionäre ein vom 28. Oktober bis 6. Dezember befristetes Kaufangebot über 225 Mark je SNI-Aktie unterbreitet. Über den Erfolg des Kaufangebots könnten keine Angaben gemacht werden, hieß es am vergangenen Freitag bei Siemens. Der Finanzvorstand des Elektrokonzerns, Karl-Hermann Baumann, hatte Ende November erklärt: "Wir gehen davon aus, daß unser Kaufangebot den Zuspruch der Mehrheit der SNI-Aktionäre finden wird."

Siemens will mit dem Kaufangebot auf mindestens 95 Prozent des SNI-Kapitals kommen, was den Bezug von mindestens 3.726 Millionen SNI-Aktien voraussetzt.

In einem zweiten Schritt sollen dann die Hauptversammlungen von SNI und Siemens über eine fusionsähnliche, aktienrechtliche Eingliederung der Computertochter in die Siemens AG beschließen. Dadurch könnte die SNI AG, die im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 780 Millionen Mark erlitt, besser mit dem erforderlichen Kapital ausgestattet werden.

Die Siemens AG hat sich ein Rücktrittsrecht vorbehalten, falls sie nicht auf den angestrebten 95-Prozent-Anteil bei SNI kommt. Die bereits zur Verfügung gestellten Wertpapiere würden dann den Aktionären wieder zurückgegeben. Siemens hatte während des Kaufangebotes in Anzeigen und Unternehmensmitteilungen mehrfach auf das Auslaufen der Frist hingewiesen und betont, daß es keine Fristverlängerung und Kaufpreiserhöhung geben werde. Marktbeobachter hatten daraus geschlossen, daß nur bedingtes Interesse an dem Kaufangebot bestand.