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26.07.1991 - 

"Spiegel"-Bericht als Spekulation bezeichnet

SNI macht noch keine Angabe über erwarteten Verlust 1991

MÜNCHEN (CW) - Nicht abzuschätzen ist bisher, einen wie großen Verlust die Siemens Nixdorf Informationssysteme AG im Geschäftsjahr 1991 ausweisen wird. Das stellte SNI-Sprecher Jochen Doering fest und bezeichnete eine Angabe des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" als Spekulation, wonach das Münchner und Paderborner Unternehmen mit einem Minus von einer halben Milliarde Mark rechnen müsse.

Siemens-Finanzvorstand Karl-Hermann Baumann hatte vor zwei Wochen in Paris erklärt, nach dem Verlust von 380 Millionen Mark im ersten Halbjahr sei auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres mit einem - wenn auch geringeren - Verlust zu rechnen. SNI zufolge gibt es derzeit keinerlei Grundlage für Berechnungen wie die des Hamburger Blattes. Ob der Wert eher zu hoch oder zu niedrig angesetzt sei, wollte Doering auf Nachfrage ebenfalls nicht sagen.

Spekulativ sei außerdem die Behauptung des "Spiegel", über die bevorstehende Streichung von Tausenden von Arbeitsplätzen, vor allem im Ausland. Die SNI-Gehaltslisten, so Doerings Version laut "SZ", würden sich bei einem Level von 50 000 "einpendeln", nachdem man gegenwärtig etwa 51000 Mitarbeiter habe.

Auf Nachfrage erklärte der Sprecher, es sei keine genaue Angabe möglich, so daß auch ein Mitarbeiterbestand von 49 000 im Bereich des Möglichen läge.

Der Auftragseingang von SNI, so die "SZ" weiter, habe sich in den vergangenen Monaten deutlich belebt. Mit 8,9 Milliarden Mark in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 1990/91 liege das Volumen "signifikant" höher als im Vergleichszeitaum des Vorjahres (siehe auch Seite 54).