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Kleinaktionären ist Siemens-Abfindung zu mickrig

SNI: Mehr Umsatz - noch kein Gewinn

13.03.1992

MÜNCHEN (CW) - Verlustfrei wird die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI), München, auch im zweiten Jahr ihrer Existenz nicht arbeiten. Nach der annähernd vollständigen Übernahme (über 95 Prozent) durch den Siemens-Konzern spricht SNI jedoch von einem starken Umsatzwachstum in den ersten vier Monaten 1991/92.

Der Vorstandsvorsitzende Hans-Dieter Wiedig teilte auf der SNI-Hauptversammlung mit, die Monate Oktober 1991 bis Januar 1992 hätten 3,8 Milliarden Mark (plus 26 Prozent) in die Kassen gebracht. Der Auftragseingang bis Ende Januar sei mit 3,7 Milliarden Mark um 14 Prozent höher gewesen als im

Vergleichszeitraum des vorigen Geschäftsjahres. Laut "Wall Street Journal" verwies Wiedig jedoch darauf, daß finanziell nicht abgesicherte Aufträge aus Rußland noch nicht in dieses Volumen eingerechnet worden seien.

Die Ergebniserwartung das Geschäftsjahr ist Wiedig zufolge negativ; er machte keine Angaben, mit wieviel Verlust zu rechnen ist. Der ruinöse Preiskampf in der Computerbranche werde das Ergebnis aber mit schätzungsweise 800 Million Mark belasten.

Ärger gab es auf dem Aktionärstreffen wegen der geplanten Eingliederung SNIs in den Siemens-Konzern, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Die 80000 SNI-Anteile, die sich noch in Streubesitz befinden, sollen für 156,50 Mark an Siemens gehen oder 6:1 gegen Siemens-Aktien eingetauscht werden, wenn die Siemens-Hauptversammlung in dieser Woche zustimmt. Dem Angebot liegt eine Bewertung von SNI mit 5,2 Milliarden Mark zugrunde. Der Zorn der Aktionärsvertreter entzündete sich der SZ zufolge daran, daß allein der Siemens-Bereich DI vor der Zusammenführung mit Nixdorf Anfang 1990 mit 7,1 Milliarden Mark bewertet worden war.