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07.02.1997 - 

Initiative für Internet und elektronischen Handel

SNI setzt weiter auf Marktführer und sucht internationale Anerkennung

Die strikte Ausrichtung an Marktstandards soll nach Ansicht der SNI-Strategen den Erfolg des Unternehmens sichern und ihm auch international die Position eines DV-Schwergewichtes verschaffen. Außerdem wolle man in Zukunft enger mit der Mutter, der Siemens AG, kooperieren und an deren Innovationen partizipieren, wie Vorstandsmitglied Peter Pagé in einem Gespräch mit der COMPUTERWOCHE erklärte.

Im PC-Bereich konzentriert sich SNI auf Intel und Microsoft und bleibt auch auf dem Gebiet der Netzcomputer dieser Linie treu. Zur CeBIT soll der breiten Öffentlichkeit der "Scenic Pro Net 2" vorgestellt werden, der mit seinem modularen Aufbau als Alternative zwischen vollwertigem PC und abgespecktem Netz-Device gedacht ist.

Die Grundkonfiguration für rund 1200 Mark enthält Intels Pentium-Prozessor und mindestens 16 MB Hauptspeicher. Das Gerät läßt sich allerdings um Plattenlaufwerk, CD-ROM- oder Floppylaufwerk, Telefon- oder Videoadapter für Sprach- und Videokommunikation sowie einen Chipkartenleser erweitern. SNI entzieht sich damit der derzeit heftig geführten Diskussion über Vor- und Nachteile von Workplace- beziehungsweise Network-Computing.

Die gängigen Schlagworte Internet und Intranet spielen bei SNI ebenfalls eine zentrale Rolle. So wurde zum 1. Oktober 1996 der Geschäftszweig Advanced Services & Media (ASM) als einer von vier Teilbereichen der Business Services gegründet. ASM-Chef Klaus Hommer will mit seinen 150 Mitarbeitern bis 1998 zu den drei umsatzstärksten Multimedia-Service-Firmen in Europa gehören. Für 1997 strebt er - bei ausgeglichenem Ergebnis - einen Umsatz von 40 Millionen Mark an.

Mainframe mit RISC-Prozessor

ASM, das sich wiederum in die vier Teilbereiche Media Services, Internet Services, Telekooperation sowie New Services gliedert, verfügt über eine komplette Angebotspalette von Beratung, Design und Systemadministration bis hin zum Betreiben von Online-Diensten. Unter dem Namen "Entropolis", der für einen virtuellen Business-Park steht, wurde ein Business-to-Business-Konzept vorgestellt, mit dem die Hommer-Truppe insbesondere dem Mittelstand eine Infrastruktur für den elektronischen Handel anbieten will.

Neben den neuen Techniken vergißt SNI aber auch die traditionelle BS2000-Kundschaft nicht. Vor einem Jahr kündigte Vorstandsmitglied Peter Pagé an, das Mainframe-Betriebssystem auf die RISC-Architektur von Mips/SGI zu portieren. Nun konnte in Dublin mit den "SR2000"-Rechnern die erste Generation von Mainframes vorgestellt werden, die mit dem "R4400"-Prozessor arbeiten.

Die fünf Modelle (A1 bis A5) decken allerdings nur den unteren Leistungsbereich ab, für mittlere und höhere Anforderungen muß auf die S-Modelle mit CMOS-Technik zurückgegriffen werden. Als Betriebssystem für die SR2000-Rechner kommt BS2000/OSD zum Einsatz, das um das "Server Value Package" erweitert wurde. Die Zusatzsoftware stellt beispielsweise Basisfunktionen für den simultanen Ablauf von OLTP-, Dialog- und Batch-Anwendungen bereit und erlaubt den sofortigen Einsatz der Rechner als WWW-Server.

Welch wichtige Rolle Microsoft in den strategischen Überlegungen von SNI spielt, zeigt die Software-Entwicklungsplattform "Comunity", die in Kooperation mit Microsoft entwickelt wird und die DCOM (Distributed Component Model)- sowie OLE-Techniken der Gates-Company verwendet. Erstmals wird sich Comunity weltweit auf Microsofts Developer Days als Entwicklungswerkzeug empfehlen.