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22.05.1998 - 

Verkauf an die Metro AG geplant

SNI trennt sich von der Beteiligung an Vobis

Insider sehen darin ein weiteres Indiz für einen allmählichen Rückzug SNIs aus dem PC-Geschäft. Siemens-Nixdorf hatte die Aktienanteile des PC-Bauers aus Würselen im Frühjahr 1996 für 70 Millionen Mark erworben.

Der zum 1. Oktober 1998 scheidende Chef Gerhard Schulmeyer verkündete seinerzeit, durch eine Kooperation ließen sich wichtige Größenvorteile beim Komponenteneinkauf erzielen.

Nach dem Verkauf der PC-Fertigung an die taiwanische Acer-Gruppe und der geplanten weitgehenden Reintegration SNIs in die Muttergesellschaft Siemens hat sich die Situation gründlich geändert.

Bei SNI ist man bemüht, den jüngsten Deal als ganz normalen Vorgang hinzustellen. Im Zuge der Umstrukturierung der Firma würden selbstverständlich auch sämtliche Beteiligungen überprüft, erklärte Unternehmenssprecher Norbert Strauch. Nachdem die PC-Fertigung an Acer abgegeben worden ist, mache die Beteiligung an Vobis keinen Sinn mehr.

Branchenbeobachter werten den Schritt hingegen als weiteres Indiz dafür, daß sich der Anbieter nach der Rückführung in den Mutterkonzern langfristig aus dem PC-Markt zurückziehen könnte. SNI bestreitet diese Darstellung heftig: Bei der Veräußerung der PC-Produktion an Acer hätten ausschließlich Kostenerwägungen eine Rolle gespielt. Vertrieb, Marketing und Produkt-Management verblieben in den Händen von Siemens-Nixdorf, betont Strauch.

Felix Hamann, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Input Deutschland GmbH, beurteilt die Situation anders: Der Verkauf der Vobis-Anteile sei ein logischer Schritt, wenn man davon ausgehe, daß Siemens-Nixdorf auf lange Sicht in der Produktion und im Vertrieb von PCs kein strategisches Geschäftsfeld mehr sehe. Ursprünglich habe SNI sich mit der Beteiligung an dem PC-Discounter auch einen Vertriebskanal in den Privatbereich offenhalten wollen. Würden die PCs künftig nicht mehr als bedeutende Produktlinien betrachtet, wäre ein solcher Absatzweg uninteressant.