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01.03.1996 - 

Die Siemens-Kassen fuellen sich weiter

SNI verkauft Druckergeschaeft fuer 800 Millionen Mark an Oce

01.03.1996

"Rueckbesinnung auf das Kerngeschaeft" lautet die Maxime, der SNI das Business mit Hochleistungsdruckern opfert. Siemens-Nixdorf hatte in diesem Segment zuletzt einen Umsatz von 900 Millionen Mark erwirtschaftet und dabei schwarze Zahlen geschrieben. Rund 2900 Mitarbeiter sind in diesem Geschaeftszweig taetig, davon 1500 in Poing bei Muenchen und 700 bei Siemens-Nixdorf Printing Systems im kalifornischen Boca Raton. Oce wird das SNI-Geschaeft in eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Poing ueberleiten. Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen.

Bisher waren die Niederlaender vor allem mit Druckern, Kopierern und Plottern im unteren und mittleren Marktsegment erfolgreich. Rund 12500 Mitarbeiter hatten in diesem Bereich zuletzt einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Mark und einen Nettogewinn von knapp 100 Millionen Mark erzielt. Mit der Uebernahme des SNI- Druckergeschaefts wagt Oce nun den Sprung in das gehobene Marktsegment: SNI hatte sich vor allem als Anbieter von Printern fuer den Grosscomputersektor einen Namen gemacht.

Die Trennung vom Druckergeschaeft steht im Einklang mit den Ankuendigungen von Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der oeffentlich geaeussert hatte, die Siemens AG werde auch kuenftig stellenweise ihr Portfolio abrunden. Bereits 1994 war Siemens mit dem Verkauf der Herzschrittmacher-Aktivitaeten aus einem grossen Geschaeftsfeld ausgestiegen - rund 500 Millionen Dollar flossen damals in die Kassen der Muenchner.

Andererseits zeigte sich der Konzern willens, im Kerngeschaeft von SNI, der Computersparte, zu expandieren. Im vergangenen Jahr uebernahm SNI die Mehrheit am Hardwarelieferanten Pyramid sowie eine zehnprozentige Beteiligung an der PC-Handelskette Escom. Dass es jetzt eine weitere Akquisition geben werde, ist nach Angaben von Unternehmenssprecher Jochen Doering durchaus moeglich, wenngleich die Geschaeftsfuehrung noch keine konkreten Vorstellungen habe.

Die Boerse reagierte auf den Verkauf der Druckersparte positiv. Der Aktienkurs der Siemens AG, an die SNI ihre Gewinne abfuehrt, stieg nach Bekanntwerden der Nachricht um mehr als fuenf Mark.