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16.02.1996 - 

Supercomputer fuer den europaeischen Wetterdienst

SNIs Vektorparallelmaschine VPP 300 leistet bis zu 32 Gflops

Die VPP 300 enthaelt CMOS-Prozessorelemente und schnelle DRAM-Speicherbausteine (Static DRAM). Damit ist, laut Volker Butterbrodt, Vertriebsleiter Wissenschaft bei SNI, ein relativ leistungsstarker Rechner entstanden, der zu einem guenstigen Preis angeboten werden kann und in punkto Stromverbrauch und Kuehlbedarf weit unter den Werten bisheriger Vektorrechner liegt.

Laut Butterbrodt betraegt die Spitzenleistung eines VPP 300 mit 16 Prozessorelementen bei Vektorberechnungen etwa 35,2 Gflops, die Dauerleistung duerfte bei rund 24 Gflops liegen. Die skalare Einheit jedes Prozessorelements bringt es hingegen nur auf etwa 275 Mflops. Beim Maximalausbau des Rechners mit 16 CPUs muessen rund acht Quadratmeter Stellflaeche und ein Stromverbrauch von rund 32 Kilowatt einkalkuliert werden. Beim kleineren Modell "VX 300", das auf ein bis vier CPUs beschraenkt ist, betragen die entsprechenden Werte 1,7 bis 3,3 Quadratmeter Stellflaeche und 2,3 bis 7,7 Kilowatt Stromverbrauch.

Der VPP 300 wird mit der Unix-Version "UXP/V" ausgeliefert, die dem Posix-Standard 1003.1 entspricht. Der Betriebssystem-Kern wird auf jedem Prozessorelement geladen. C- und Fortran-Programmbibliotheken sind erhaeltlich, allerdings ist die dynamische Verteilung des Arbeitsspeichers nur mit dem Fortran-Laufzeitmodul moeglich. Damit kann sich der Arbeitsspeicher eines Programms auch ueber mehrere Prozessorelemente erstrecken (Shared memory).

Einige Vektorapplikationen wie "Dyna 3D", "Fluent" oder "JMAG" wurden schon auf den VPP-300-Rechner portiert, insgesamt sollen 50 Anwendungen demnaechst zur Verfuegung stehen. Das Betriebssystem unterstuetzt die Message-passing libraries "PVM" und "Parmacs".

Eines der ersten VPP-300-Systeme liefert SNI an den europaeischen Wetterdienst (ECMWF) in Reading, der mit dem Vektorrechner die mittelfristige Wettervorhersage verbessern will. Ziel ist, zuverlaessige Aussagen ueber das bodennahe Wetter fuer die jeweils naechsten acht Tage zu machen.