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18.06.2004 - 

Kolumne

"So billig, wie es eben geht"

Christoph Witte Chefredakteur CW

Ein laues Lüftchen weht durch die IT-Szene - es Aufwind zu nennen wäre übertrieben, aber immerhin bewegt sich wieder etwas. Weltweit soll der IT-Markt den Analysten von IDC zufolge in diesem Jahr um 6,3 Prozent wachsen. In den Segmenten Hard- und Software sowie Dienstleistungen erwarten die Auguren einen Anstieg. Für Deutschland sagt eine zur diesjährigen CeBIT vorgestellte Studie des European Information Technology Observatory (Eito) eine vergleichsweise bescheidene Wachstumsrate von 1,2 Prozent voraus. Immerhin, schließlich schrumpfte der Markt 2003 noch um 1,7 Prozent.

Diese Zahlen zeigen zwar, dass Anwender wieder in IT investieren, aber dieses sehr vorsichtig und dosiert tun. Offenbar unterscheiden sie zwischen unaufschiebbaren, wichtigen und weniger wichtigen Ausgaben. Über Letztere wird zur Zeit nicht einmal mehr diskutiert, sei werden gleich gestrichen. Was bleibt, sind die notwendigen und die wichtigen Aufgaben. Dabei werden mit dem Begriff "notwendig" Dinge beschrieben wie der Austausch absolut veralteter oder kaputter Hardware, das Updaten von Software, die nicht mehr gewartet wird oder den gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr entspricht. Das Notwendige dient dazu, den IT-Betrieb aufrechtzuerhalten - nicht mehr.

Schlau sind die Anwender, die das Nötigste so einkaufen, dass für das Wichtige noch etwas vom Budget übrig bleibt. Deshalb erleben wir gegenwärtig ein so starkes Interesse an billiger Hard- und Software. Viele IT-Manager denken aus Kostengründen über Linux und Open-Source-Lösungen nach. Sie ersetzen teure Unix-Rechner durch Linux- oder Windows-Cluster, die auf preiswerter Hardware - also auf PC-Servern oder sogar Blades - basieren (was diese Geräte können und was sie kosten, lesen Sie ab Seite 14).

Dieses Streben der Anwender nach dem preiswertesten Einkauf und der billigsten Lösung führt für die Hersteller natürlich zu weiterem Druck auf Umsatz und Profitabilität, den sie durch Kostenreduktionen auf ihrer Seite und/oder durch das Erschließen neuer Märkte kompensieren können. Da die Kostenkarte längst gespielt ist und sich die meisten Anbieter mit neuen Märkten schwer tun, wird die Konsolidierung der Branche weitere Opfer fordern. Doch das ist ein Problem der Anbieter, nicht der Anwender, diese sollten weiterhin mit Macht auf dem günstigsten Deal bestehen. Der Druck setzt hoffentlich innovative Kräfte frei.