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22.03.2007

So funktioniert der Gebrauchtmarkt

Wie schnell verdrängen neue Notebooks die Vorgängermodelle, und wie entwickeln sich daraufhin die Preise? Diese Fragen hat sich die BFL Leasing GmbH gestellt und einige Antworten gefunden.

Von Christian Töpfer

Wenn Geräte mit neuen und besseren Komponenten auf den Markt kommen, gehen die Preise der Vorgängermodelle nach unten - und die neuen Produkte verdrängen nach und nach die alten. Dass diese Alltagsregel ganz speziell für Notebooks gilt, hat die BFL Leasing GmbH (www.bfl-leasing.de), ein IT-Finanzierer aus Eschborn und Herausgeber des monatlichen "IT Index" - vergleichbar mit der Schwacke-Liste für Autos - , jetzt bewiesen. Die Untersuchung wurde musterhaft an Second-Hand-Notebooks mit Intel-Pentium-CPUs durchgeführt, die in Deutschland über das Internet gehandelt wurden.

Ende 2004, dem Ausgangspunkt der Erhebung, war mindestens jedes zweite gebrauchte Notebook, das verkauft wurde, mit einem Pentium-III-Prozessor ausgestattet (58 Prozent). Im Herbst 2005 stieg der Anteil an Pentium-4-Notebooks sprunghaft an und kletterte dann stetig weiter (Q1/07: 32,8 Prozent) - in gleichem Maße ging der Anteil an Pentium-III-Notebooks zurück (Q1/07: 35,2 Prozent).

Mit steigendem Marktanteil sank der durchschnittliche Wert eines verkauften Pentium-4-Laptops von etwa 580 Euro in Q4/04 auf zuletzt etwa 310 Euro. Auch gebrauchte Pentium-III-Modelle worden billiger und fielen von etwa 320 Euro in Q4/04 auf etwa 180 Euro in Q1/07.

Die Anteile und Durchschnittspreise der noch älteren Pentium- beziehungsweise Pentium-II-Rechner verliefen parallel zueinander und fielen nahezu monoton über die gesamte Dauer des Untersuchungszeitraums.

Besonders erstaunlich: Jede der vier Notebook-Klassen hat somit von Ende 2004 bis Anfang 2007 ungefähr die Hälfte ihres Marktwertes verloren - und trotzdem blieb der durchschnittliche Marktwert aller verkauften Intel-Notebooks im Betrachtungszeitraum relativ konstant: Hier ist nur ein Preisrückgang von zwölf Prozent zu verzeichnen. Der Grund für dieses auf den ersten Blick unerklärliche "Phänomen" liegt in dem höheren Aufkommen der teuren Pentium-4-Modelle: Während Ende 2004 der Markt für Second-Hand-Notebooks von Pentium-III-Exemplaren dominiert war, wurden Pentium-III- und Pentium-4-Laptops zuletzt nahezu gleich häufig verkauft.