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05.08.2016 - 

Best Practice auf dem Systemhauskongress "Chancen 2017"

So gelingt Enterprise Archivierung aus der Cloud

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Auf dem Systemhauskongress "Chancen 2017" zeigt ADN, wie der Wandel zum Managed Service Provider auf Basis der Multicloud-Plattform der Telekom gelingen kann.

Soll die IT weiter lokal und proprietär oder nicht doch lieber ausgelagert und standardisiert aus der Cloud betrieben werden? Vor dieser Entscheidung stehen heute die IT-Abteilungen in den meisten Unternehmen. Die IT-Analysten von Gartner beschreiben diesen Zustand mit dem Modell der bimodalen IT. Es ist ein Wandel weg von starren Systemen mit festinstallierter Hard- und Software (Samurai), hin zu dynamischen Applikationen, die bei Bedarf selbständig Ressourcen aus der Cloud abrufen (Ninja). In der derzeitigen Übergangsphase bestehen vielerorts noch beide IT-Formen nebeneinander. Manchen Branchenexperten zufolge ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die dynamischen - und damit effizienteren - Systeme die Oberhand gewinnen.

Bimodale IT: Gartner spricht von Samurai und Ninja
Bimodale IT: Gartner spricht von Samurai und Ninja
Foto: Gartner

Auf dem Systemhauskongress "Chancen 2017" zeigen die Vorträge und Workshops der Telekom Deutschland die aktuellen Herausforderungen und den Wandel der IT-Systeme in den Unternehmen auf - und stellen Lösungen vor, mit denen sich diese Herausforderungen bestmöglich bewältigen lassen. Zum Beispiel mit maßgeschneiderten Cloud-Lösungen für jede Unternehmensgröße, wie sie das Telekom Multicloud-Portfolio mit unterschiedlichen Lösungen von der Private über die Hybrid bis hin zur Public Cloud bietet.

Maurice Breit, Business Development Manager ADN Advanced Digital Network GmbH
Maurice Breit, Business Development Manager ADN Advanced Digital Network GmbH
Foto: ADN

Welche Einsatzmöglichkeiten es gibt, und wie das Modell in der Praxis funktioniert, wird Maurice Breit, Trainer und Consultant bei ADN und verantwortlich für den Aus- und Aufbau des gesamten Cloud Portfolios, in seinem Best Practice Vortrag schildern. Der Manager belgeitet seit 2014 die Digitale Transformation von Rechenzentren zu Software-Defined und Hybrid-Lösungen. Durch die tiefgehenden technischen Kenntnisse im Rechenzentrum kennt er die Probleme, die bei dem Umstieg auf Cloud Lösungen anzutreffen sind.

"Die Telekom ist mit ihrer Multi Cloud Strategie ein perfekter Partner für uns, da wir ebenfalls daran glauben, dass es nicht die Cloud gibt, sondern das unterschiedliche Lösungen verschiedene Plattformen benötigen. Außerdem haben uns Qualität, Zuverlässigkeit, Standort, Roadmap, Verfügbarkeit, Gesamtintegration und das Portfolio überzeugt", begründet Breit die Entscheidung zugunsten des Cloud-Anbieters.

Beim Wandel zum Managed-Service-Anbieter präferierte ADN von Anfang an eine Partner-Cloud, über die das Unternehmen ausgewählte Lösungen zusammenführen, anreichern, beraten, schulen und dieses dann ihren Kunden wieder zur Verfügung stellen kann. "Ein reiner Anbieter von Cloud-Infrastruktur oder einer Cloud-Lösung kann nie das gesamt Portfolio bedienen. Daher der von uns fokussierte Gedanke einer Partner Cloud", erklärt Breit.

Als eines der ersten Produkte stellt ADN seinen Partnern OpenText als Enterprise Archivierungs-Lösung auf der Telekom-Plattform zur Verfügung. Schrittweise soll dann auch nahezu das komplette Portfolio über die Cloud-Plattform bereitstehen.

Das Projektbeispiel

In seinem Best-Practice-Vortrag wird Breit vertieft auf ein Projekt eingehen, bei dem die Enterprise-Archivierung mit OpenText zur einfachen Inbetriebnahme mit monatlicher Abrechnung umgesetzt wurde. Möglich wurde dies durch die Nutzung des Multicloud-Angebots der Telekom.

Mit der Enterprise-Archivierung lassen sich die Anforderungen von Unternehmen mit Blick auf die Compliance lösen. Dazu zählen GDPdU und Email-Archivierung, um nur die Populärsten zu nennen. "Besonders der einfache Zugriff auf die Daten und das Wiederauffinden von Daten ist sehr wichtig im Zeitalter der Digitalen Transformation", erklärt Breit. "OpenText als Archivierungssystem stellt uns dazu alles zur Verfügung, was wir benötigen. So ermöglicht es beispielsweise nicht nur die einfache Email-Archivierung, sondern auch die Anbindung anderer Daten wie SharePoint, SQL Server in das System. Auf diese Weise lässt sich alles in einer einzigen Plattform zusammenfassen".

Die Sicherheit der Daten und Anwendungen in der Cloud stellt ADN über VPNs und Firewall-Technologien sicher. "Allerdings ist ein wichtiger Aspekt, dass wir das Netz der Telekom in der Regel nicht verlassen. Wir empfehlen unseren Kunden, ihre Internetzugänge ebenfalls bei der Telekom zu buchen. Somit werden die Daten zwischen den Kundenstandorten und den vCloud Rechenzentren rein auf Telekom-Netzen transportiert", führt Breit aus. "Für uns war es ein gelungener Einstieg in die erweiterte und ressourcenabhängige, monatliche Umsatzverrechung."

Um das Cloud-Plattform-Angebot aufzusetzen, musste ADN kein Kapital in eigene Rechenzentren investieren, was Breit als einen wesentlichen Vorteil bewertet: "Wir buchen IT-Kapazitäten in der vCloud dynamisch nach Bedarf und bezahlen auch nur das, was gebucht wurde. Die hochverfügbare Twincore-Infrastruktur, wie sie die Telekom uns bietet, hätten wir selbst mit großen Investitionen nicht in dieser Güte aufbauen und fortlaufend zertifizieren können", so das Fazit des Managers.

Nutzen für die Partner

Die Herangehensweise der ADN kann Partnern als Musterbeispiel dienen, wie sie selbst auf Basis der Telekom-Cloud ihren Kunden unterschiedlichste Cloud-basierte Dienste anbieten können. Das gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Vertragsbeziehungen: So können sie die die Infrastruktur und das Produkt der Telekom-Cloud nutzen, behalten aber die Vertragsgestaltung und -beziehung zum Kunden in eigenen Händen und bleiben ihre Ansprechpartner. "Bei Bedarf und wo es uns im Marktangang hilft, können wir mit dem Markennamen der Telekom werben", führt Breit einen weiteren Vorteil ins Feld, den Telekom-Partner als Managed Service Provider für sich nutzen können.

"Ich gehe stark davon aus, dass es in wenigen Jahren normal sein wird, Lösungen aus der Cloud zu beziehen, so wie es im Privatleben ebenfalls bereits der Fall ist. Es ist jetzt an der Zeit umzudenken, um die richtigen Weichen zu stellen und den bevorstehenden Anforderungen gerecht werden zu können", erklärt Breit.

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