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04.08.2015 - 

Gespräch mit Markt-Geschäftsführer Carsten Geilert

So kommt der Pilot-Saturn bei den Kunden an

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Im Pilotmarkt in Ingolstadt will Saturn sein Verkaufskonzept der Zukunft erproben. Doch welche Praxiserfahrungen macht der Retailer mit dem Markt? Neun Monate nach der Eröffnung unterhielten wir uns darüber mit Markt-Ingolstadt-Geschäftsführer Carsten Geilert.
Markt-Geschäftsführer Carsten Geilert bei der Eröffnung des Pilot-Saturn in Ingolstadt im Herbst 2014
Markt-Geschäftsführer Carsten Geilert bei der Eröffnung des Pilot-Saturn in Ingolstadt im Herbst 2014

Herr Geilert, der erneuerte Saturn-Markt in Ingolstadt ist nun seit neun Monaten eröffnet. Wie fällt die Resonanz der Kunden auf das digital angereicherte Einkaufserlebnis aus?

Carsten Geilert: Der neue Markt wird von den Kunden extrem gut angenommen. Themen wie Inspiration und Innovation lassen sich mit dem neuen Verkaufskonzept nun viel besser umsetzen. Das zeigt sich beispielsweise bereits bei unserer Lounge im Eingangsbereich, wo die Kunden Angebote wie das kostenlose Browsen auf Tablets oder Smartphone-Lademöglichkeiten sehr gut nutzen.

Bei der kürzlichen Eröffnung des 1.000 Media-Saturn-Markts in Leinfelden-Echterdingen war allerdings vor allem von Mitarbeiter-Tablets die Rede - wird die digitale Regalverlängerung von den Kunden nicht so gut angenommen?

Geilert: In der Tat ist es so, dass es hier gewisse Berührungsängste gibt und die Kunden die Tablets zunächst einmal lieber gemeinsam mit den Mitarbeitern nutzen. Im Verkaufsgespräch bieten Tablets aber einen absoluten Mehrwert, zum Beispiel, wenn sich darauf verschiedene Geräte vergleichen lassen und die Kunden so Unterschiede klarer wahrnehmen können.

Das Ziel bei der digitalen Regalverlängerung ist es, dass die Mitarbeiter mit den Kunden den gesamten Bestellprozess durchgehen und aus dem Markt heraus eine Online-Bestellung auslösen, wenn ein Produkt vor Ort nicht erhältlich ist. Dafür werden die Märkte nun deutschlandweit nach und nach mit Mitarbeiter-Tablets ausgerüstet.

Aber es gibt verschiedene Anwendungsfälle für die Geräte und so testen wir auch weiterhin, wo Kundenterminals einen Sinn machen und in welchen Situationen der Self Service stärker genutzt wird.

Welche weiteren Neuerungen haben sich in Ihrem Markt in den ersten Monaten besonders gut bewährt?

Geilert: Sehr gut kommt unser neuer Smartbar-Counter in der Mobilfunkabteilung an. Die dort gebotenen Services - vom Display-Tausch bei kaputten Geräten bis zum Daten-Transfer auf ein neues Handy - nehmen die Kunden sehr gerne an. Wir verfolgen intern, in welchem Saturn-Markt welche Anzahl von Service-Angeboten von den Kunden abgerufen wird. Vor dem Umbau lag unser Markt in Ingolstadt hier auf Platz 280 - nach der Neueröffnung sind wir nun auf dem ersten Platz. Service ist also bei dem neuen Marktkonzept ein ganz großes Thema.

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