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30.06.2014 - 

Verschlüsselung

So schützen Sie die Daten Ihrer Kunden

Thomas Bär, der seit Ende der neunziger Jahre in der IT tätig ist, bringt weit reichende Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung von IT-Prozessen im Gesundheitswesen mit. Dieses in der Praxis gewonnene Wissen hat er seit Anfang 2000 in zahlreichen Publikationen als Fachjournalist in einer großen Zahl von Artikeln umgesetzt. Er lebt und arbeitet in Irsee im Allgäu.
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Frank-Michael Schlede arbeitet seit den achtziger Jahren in der IT und ist seit 1990 als Trainer und Fachjournalist tätig. Nach unterschiedlichen Tätigkeiten als Redakteur und Chefredakteur in verschiedenen Verlagen arbeitet er seit Ende 2009 als freier IT-Journalist für verschiedene Online- und Print-Publikationen. Er lebt und arbeitet in Pfaffenhofen an der Ilm.
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Mit den Enthüllungen zur US-Spionage im Internet wird das Thema "Verschlüsselung" wieder aktuell. Ob Festplatte, E-Mail oder Dateiübertragung – lesen Sie, welche Methoden dabei funktionieren.

Daten lassen sich mit einer Verschlüsselung effizient schützen. Doch die "universelle" Verschlüsselung, die mit einem Knopfdruck die gesamte IT sicher verschlüsselt, existiert noch nicht.
Daten lassen sich mit einer Verschlüsselung effizient schützen. Doch die "universelle" Verschlüsselung, die mit einem Knopfdruck die gesamte IT sicher verschlüsselt, existiert noch nicht.

Postkarten waren einmal ein probates Mittel, um Nachrichten zu versenden - dabei störte es in den damaligen Zeiten kaum jemand, dass wenigstens der Postbote den Inhalt dieses "Datenträgers" in Klarschrift mitlesen konnte. Was den Geheimhaltungsgrad angeht, so entsprechen die E-Mail-Nachrichten in der heutigen Zeit durchaus den früheren Postkarten. Hier kann jeder den Text einfach mitlesen, wenn er nur ein wenig Mühe und Sachverstand aufweist.

Was liegt also näher, als die Daten, die per E-Mail übertragen werden sollen, einfach zu verschlüsseln? Und wenn man gerade dabei ist, dann sollten doch bitte alle Daten auf der Festplatte und auf allen anderen Übertragungswegen ebenso wie bei Zugriffen über den Web-Browser, über eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network) oder bei der Fernwartung nur noch verschlüsselt vorliegen.

Da die "universelle" Verschlüsselung, die mit einem Knopfdruck die gesamte IT sicher verschlüsselt, leider noch nicht existiert, haben wir in diesem Ratgeber einige beispielhafte Verschlüsselungsmethoden für die verschiedenen Einsatzzwecke und entsprechende Programme zusammengestellt.

Der Anfang: Verschlüsselung einzelner Dateien

Wer ein halbwegs aktuelles Windows-System besitzt, der besitzt auch direkten Zugriff auf eine Verschlüsselung für Dateien und Ordner: Seit Windows 2000 steht für Datenträger, die mit NTFS (New Technology Filesystem - das Standard-Dateisystem der modernen Windows-Systeme) formatiert wurden, auch eine Dateiverschlüsselung zur Verfügung. Dieses Feature wird von Microsoft als EFS (Encrypting File System) bezeichnet. Die Bezeichnung ist allerdings etwas irreführend, da es sich nicht um ein Dateisystem handelt, sondern um ein Betriebssystemfeature, das einzelne Dateien oder Ordner verschlüsseln kann.

Welche Vorteile bietet diese Verschlüsselungsmethode?

Beim Dateizugriff bemerkt ein Anwender nicht, dass er auf eine verschlüsselte Datei zugreift: Hat er bei den Ordneroptionen die entsprechende Einstellung gewählt so werden ihm diese Dateien aber in einer anderen Farbe angezeigt.
Beim Dateizugriff bemerkt ein Anwender nicht, dass er auf eine verschlüsselte Datei zugreift: Hat er bei den Ordneroptionen die entsprechende Einstellung gewählt so werden ihm diese Dateien aber in einer anderen Farbe angezeigt.
Foto: Bär/Schlede

Sie ist einfach einzusetzen und direkt ins Betriebssystem integriert: Ein Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner, dann die Eigenschaften auswählen und dort bei den Attributen auf "Erweitert" klicken. Nach anschließender Auswahl von "Inhalt verschlüsseln, um Datei zu schützen" ist die Datei gesichert. Sie befindet sich nun verschlüsselt auf der Festplatte, während der Vorgang für den Anwender völlig transparent bleibt.

Hat er bei den Ordneroptionen die entsprechende Einstellung gewählt, so wird er eine verschlüsselte Datei oder einen verschlüsselten Ordner nur an der anderen Farbe erkennen - beim Zugriff merkt er keinen Unterschied. Aber wovor schützt diese Verschlüsselung? Sie schützt vor dem Zugriff eines anderen Anwenders, der ebenfalls auf diesem Rechner arbeitet oder vielleicht über das Netz auf ein solches Verzeichnis zugreift. Auch ein Administrator hat keinen Zugriff auf diese Dateien.

Welche Nachteile hat der Einsatz dieses Windows-Features?

Die Dateien sind immer noch sichtbar, die Methode funktioniert ausschließlich auf einem NTFS-Dateisystem und ist damit nur schlecht auf USB-Sticks oder Windows-Systemen einzusetzen, auf denen zumeist ein FAT-Dateisystem zum Einsatz kommt. Zudem ist es mit ihrer Hilfe nicht möglich, ganze Partitionen zu verschlüsseln

Ganze Partitionen und Systeme verschlüsseln

Bitlocker erlaubt es, ganze Partitionen mitsamt dem Betriebssystem zu verschlüsseln.
Bitlocker erlaubt es, ganze Partitionen mitsamt dem Betriebssystem zu verschlüsseln.
Foto: Bär/Schlede

Gerade was das Verschlüsseln von Partitionen angeht, hat Microsoft unter Windows Vista und noch einmal verbessert unter Windows 7 mit Bitlocker nun aber eine Möglichkeit eingebaut, auch ganze Partitionen einschließlich der Systempartition zu verschlüsseln. Mit der seit Windows 7 vorhandenen "Bitlocker To Go"-Verschlüsselung können sogar ganze USB-Sticks und mobile Festplatten auf diese Weise verschlüsselt werden.

Was können Anwender mit dieser Software verschlüsseln? Bitlocker verschlüsselt immer ganze Laufwerke beziehungsweise Festplattenpartitionen komplett. Auf diese Weise kann auch die Systempartition eines Windows-Systems vollständig verschlüsselt und damit gesichert werden. Ohne ein entsprechendes Passwort oder wahlweise eine Smartcard ist dann kein Zugriff auf dieses System mehr möglich. Ein besonderer Vorteil dieser Lösung: Auch sie arbeitet vollkommen transparent - hat der Anwender erst einmal sein Passwort eingegeben, so stellt sich ihm das System beziehungsweise die verschlüsselte Festplatte wie jedes andere Windows-System dar.

Welche Nachteile besitzt diese Technik?

Der größte Nachteile liegt wohl darin, dass Microsoft sie nur den "großen" Windows-Systemen spendiert hat: Nur die Vista- und Windows-7-Versionen Ultimate und Enterprise stellen standardmäßig dieses Feature zur Verfügung. Die anderen Windows-7-Systeme können entsprechend vorschlüsselte Medien aber lesen und auch für Windows XP stellt Microsoft eine entsprechende Anwendung für den lesenden Zugriff zur Verfügung.

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