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11.09.2006

SOA-Projekte orientieren sich an Business-Zielen

Analysten konstatieren steigende Akzeptanz der Serviceorientierung.

Weniger die technischen Vorzüge als betriebswirtschaftliche Ziele treiben Service-orientierte Architekturen (SOA) in Unternehmen voran. Zu diesem Schluss kommt die US-amerikanische IT-Beratung Zapthink in einer aktuellen Studie. Den Begriff SOA verwenden demnach nur die wenigsten Unternehmen, wenn sie einschlägige Konzepte nutzen oder Budgets für Projekte festlegen, in denen Serviceorientierung eine Rolle spielt. Im Vordergrund ständen Lösungen für ein bestimmtes Business-Problem. Um sie liefern zu können, griffen zunehmend auch Dienstleister auf SOA-Best-Practices zurück.

"Immer mehr SOA-Projekte orientieren sich klar an Business-Zielen", berichtet Zapthink-Analyst Jason Bloomberg. Der typische Kunde komme nicht mehr aus der Technik, sondern aus der Fachabteilung. Die Experten erwarten eine steigende Zahl von IT-Projekten, die SOA-Best-Practices nutzen. Letztere würden bald allgemein verfügbar sein und als normale Bestandteile von IT-Vorhaben angesehen. Um den Bereich Enterprise Architecture besser in den Griff zu bekommen, nutzen Unternehmen häufig SOA-Konzepte, die Integrationsaufgaben erleichtern, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Rüffel für die Hersteller

Kritisch äußern sich die Autoren zur Rolle der Softwareanbieter und deren Strategie, ihre Produktpalette bei jeder Gelegenheit mit SOA in Verbindung zu bringen. Dieses Vorgehen sorge für Verwirrung im Markt; der eigentliche Gedanke hinter dem SOA-Konzept werde dabei oft verfälscht. (wh)