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28.11.2006

SOA trifft Web 2.0

US-amerikanische Experten prognostizieren ein Zusammenwachsen von SOA-Geschäftsanwendungen mit Elementen des Web 2.0.

Während in vielen Unternehmen Projekte für den Aufbau Service-orientierter Architekturen angelaufen sind, zeichnen Analysten schon die nächsten Zukunftsszenarien. Unter dem Schlagwort Service-oriented Business Applications (Soba) beschrieb Ronald Schmelzer vom Analyse- und Beratungshaus Zapthink, wie sich klassische Geschäftsanwendungen weiterentwickeln könnten. Nicht mehr das Erstellen von Services, sondern das Konsumieren derselben stehe künftig im Mittelpunkt, prognostizierte er auf dem SOA-Kongress von IIR Technology in Mainz. Das schließe auch Dienste aus externen Quellen ein, wie sie im Zuge von Web 2.0-Anwendungen immer häufiger entständen.

Schmelzer benutzte dafür den Begriff "Enterprise Mashup" und entwarf zugleich eine kühne Vision: Im Zeitalter des Web 2.0 kombinierten Fachanwender dereinst ihre eigenen Business-Anwendungen aus internen und externen Services. Solche "Adhoc Applications" würden beispielsweise durch die Rich-Client-Technik Ajax (Asynchronous Javascript and XML) entscheidend erleichtert. Auch Gartner-Analysten sehen in so genannten Mashup-Applications einen kommenden Trend. Wie sie funktionieren könnten, demonstrierte Patrick Chanezon vom Suchmaschinenbetreiber Google. Mit Hilfe der von Google zumeist kostenfrei zur Verfügung gestellten APIs (Application Programming Interfaces) könnten Unternehmen eine ganze Reihe neuer Services in ihre eigenen Websites und Anwendungen einbinden. Dazu zählten etwa der Kartografiedienst "Google Maps" oder Such- und Kalenderfunktionen.

Auch der US-amerikanische SOA-Experte und Buchautor David Linthicum sieht Enterprise Mashups am Horizont. Den Weg dorthin wiesen so genannte Outside-in-Services, sprich Softwaredienste externer Anbieter, die Unternehmen in ihre eigenen Systeme einbinden: "Die Grenzen zwischen Web Applications und Enterprise-Anwendungen verschwimmen", so seine Prognose. Immer mehr Unternehmen nutzten Services aus dem Web auch in ihrer SOA. Das Web 2.0 entwickle sich zur "Global SOA".

Vor diesem Hintergrund gewinne auch das Konzept "Software as a Service" (SaaS) an Bedeutung. Anbieter wie Salesforce.com glänzten mit hohen Wachstumsraten, und das sei erst der Anfang: "Wir befinden uns mitten in der SaaS-Revolution." Als Beleg für die wachsende Verbreitung von Web-Services führte Linthicum unter anderem Zahlen des Marktforschungsunternehmens IDC an. Bereits 2004 hätten sich die weltweiten Ausgaben für Web-Services im Vergleich zum Vorjahr auf 2,3 Milliarden Dollar verdoppelt. Bis zum Jahr 2009 rechnen die Analysten mit einem Volumen von rund 14,9 Milliarden Dollar. (wh)