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10.01.2008

SOA und andere Ansätze verbinden IT und Business

Vom Hype zur Realität. So lässt sich die Entwicklung Service-orientierter Architekturen (SOA) im Jahr 2007 beschreiben. Zwar nahmen etliche Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten eine SOA-Initiative in Angriff oder schmiedeten entsprechende Pläne. Doch fast ebenso oft traten die Hürden und Probleme beim Umsetzen der ambitionierten Vorhaben zutage. Dennoch wird SOA auch 2008 nicht von der CIO-Agenda verschwinden: Mit der Anzahl bekannt gewordener typischer Fehler in SOA-Projekten steigt auch die Lernkurve in den Unternehmen. Und angesichts der inzwischen zahlreich verfügbaren Erfahrungsberichte und Best Practices ist die Hoffnung berechtigt, dass Unternehmen nicht mehr nur aus ihren eigenen Fehlern lernen. Sie werden kleiner in die SOA einstei-gen und frühzeitig versuchen, die Fachabteilungen ins Boot zu holen.

Probleme sind erkannt

Wird der Graben zwischen Business und IT im neuen Jahr also schmaler? Zumindest scheint das Problem erkannt zu sein. Immer mehr Organisationen verbinden SOA mit Konzepten aus dem Business-Process-Management (BPM) und dem strategischen Rahmen einer Enterprise Architecture. Hinzu kommt, dass die Anbieter von Tools für Business-Process-, Application-Lifecycle- und Requirement-Management inzwischen fast ausnahmslos auf grafische Modellierungswerkzeuge setzen, um die Fachabteilung verstärkt in die Gestaltung von Softwareservices für Geschäftsprozesse einzubinden. Mit einer neuen Generation von Standardsoftware hält Service-Orientierung zudem auch in Unternehmen Einzug, die sich aus unterschiedlichen Gründen bislang kaum dafür interessierten.

Ein weiterer SOA-Katalysator wird das Thema Virtualisierung sein, dem Marktforscher erneut einen kräftigen Auftrieb in den kommenden drei Jahren vorhersagen. Wurde die einschlägige Technik bislang überwiegend dazu verwendet, im Rahmen von Konsolidierungsprojekten die Server besser auszulasten, eröffnet die Kombination von SOA und Virtualisierung völlig neue Perspektiven.

Die Marschrichtung wird damit deutlich: Während die Erstellung von Softwareservices und deren Kommunikations-Schnittstellen zunehmend standardisiert werden, bietet sich auf der anderen Seite die Möglichkeit, durch eine geschickte Kombination dieser Komponenten zu indivi-duellen Lösungen zu kommen und diese als virtuelle Objekte in einer ebenfalls standardisierten Ablaufumgebung zu betreiben.

Übernahmen stehen bevor

Der Wettbewerbsdruck im überhitzten SOA-Markt wird 2008 weiter zunehmen. Neben den Machtgelüsten der Branchenschwergewichte trägt dazu auch das wachsende Angebot ausgereifter Open-Source-Software für die benötigte Infrastruktur bei. Die Konsolidierung auf Anbieterseite dürfte sich fortsetzen. Einige Marktbeobachter gehen davon aus, dass neben Oracle auch IBM mindestens eine größere Übernahme in Sachen SOA plant. (wh/ue)