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12.02.2007

"SOA wird ein dominierendes IT-Paradigma"

Mittelfristig setzen sich Service-orientierte Architekturen auf breiter Front durch, so die Butler Group.

Trotz vieler Missverständnisse und überzogener Erwartungen werden sich Service-orientierte Architekturen (SOA) in den nächsten zehn Jahren zu einem bestimmenden IT-Paradigma entwickeln. Das zumindest erwartet Mark Blowers, Senior Research Analyst beim britischen Marktforschungs- und Beratungshaus Butler Group.

SOA ist keine Technologie, sondern ein Architekturstil, konstatiert er in einem Beitrag für die hauseigene Publikation "Butler Group Review". Für Organisationen jeglicher Art eröffne er die Chance, mehr aus ihren IT-Investitionen herauszuholen. Flexibilität, eine engere Abstimmung von Business- und IT-Zielen sowie eine effizientere Nutzung der IT-Ressourcen gehörten zu den wichtigsten potenziellen Vorteilen, ebenso niedrigere Integrationskosten. Der Hype um SOA, verbunden mit vielen Missverständnissen, habe indes vielerorts zu Verwirrung geführt, schlimmer noch: Unternehmen wüssten nicht, wie sie Projekte beginnen sollen.

Blowers sieht vor allem organisatorische Hürden auf dem Weg zur SOA. Ohne einen grundlegenden kulturellen Wandel sei die Kluft zwischen Fachabteilungen und IT nicht zu überwinden. Weil SOA operative Abläufe verändere, bedürfe es der Unterstützung des Topmanagements. Nach seiner Einschätzung müssen Unternehmen eine prozessorientierte Organisation aufbauen, wenn sie flexibler auf veränderte Geschäftsanforderungen reagieren wollen. Unabdingbar sei in diesem Kontext ein Business Process Layer, der Änderungen in den Services je nach Bedarf anstößt.

Zu viele SOA-Initiativen gehen von der IT-Abteilung aus

Eindeutig spricht sich der Analyst für einen Top-down-Ansatz aus, unterstützt von einem Referenzmodell für eine Service-orientierte Architektur. "In der Praxis gehen viele SOA-Initiativen von der IT-Abteilung aus", kritisiert er. Allzu oft würden dabei neue Techniken eingesetzt, ohne die fachlichen Anforderungen zu berücksichtigen. Idealerweise sollten Projekte mit einer Analyse der wichtigsten Probleme und Ziele aus Business-Sicht beginnen.

Die Umstellung auf eine SOA umfasse derart viele Aspekte einer Organisation, dass sie bis zu fünf Jahre dauern könne, resümiert Blowers. Unternehmen täten gut daran, sich schon jetzt mit der Planung zu befassen und das nötige Wissen aufzubauen. (wh)