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04.08.2000 - 

Personalsoftware im Wandel

Soft Research rüstet sich für die Zukunft

MÜNCHEN (as) - Dem Markt für Personalabrechnungssoftware stehen unruhige Zeiten bevor. Laut Stefan Müller-Gissler, Geschäftsführer bei Soft Research in München, werden insbesondere kleinere Anbieter Konkurrenz von Application-Service-Providern (ASP) bekommen. Zudem müssen viele ihre Produkte modernisieren und neue Nischen besetzen.

Der Personalabrechnungsmarkt konsolidiert sich. Insbesondere Anbieter proprietärer, monolithischer Lösungen haben Mühe, dem Trend in Richtung integrierter, Browser-basierter Systeme zu folgen. Während die meisten Branchengrößen bereits den Technologiewandel vollzogen haben oder an entsprechenden Lösungen arbeiten, könnte vor allem kleineren Herstellern der finanzielle Atem ausgehen.

Ein typisches Beispiel für die Situation in der Branche ist die Firma Soft Research (SR), die seit Herbst Teil der niederländischen Exact-Gruppe ist. Sie bietet derzeit mit "Lohn XL/XXL" eine Personalabrechnungssoftware, die nach Herstellerangaben von rund 13500 Kunden vorwiegend aus kleineren Unternehmen der Baubranche sowie im öffentlichen Dienst genutzt wird.

Schlanker Client soll ASP-Markt aufrollenDaneben finden sich auch größere Unternehmen mit 1000 bis 5000 Angestellten wie der Münchner Verkehrsverbund (MVV), der Flughafen Dortmund, das Deutsche Rote Kreuz oder die AOK Baden-Württemberg unter der SR-Klientel.

Vor allem größere Kunden, so Geschäftsführer Müller-Gissler, fordern nun zusehends integrierte Server-Lösungen mit schlanken Clients. Das Unternehmen überarbeite deshalb derzeit die Systemarchitektur seiner Produkte, die bis zum nächsten Jahr fertig gestellt sein soll. Dieser Umbau ist auch deshalb wichtig, so der Manager, weil sich nur so die Software für Application-Service-Provider (ASP) nutzen lässt.

Derzeit laufen Gespräche mit mehreren Anbietern, deren Namen er noch nicht nennen möchte. Grundsätzlich hoffe er, dass sich das Unternehmen im ASP-Markt als Zusatzmodul für mehrere Anbieter etablieren kann. Als Kunden solcher Dienstleistungen sieht der SR-Chef in erster Linie Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern: "Größere Unternehmen werden die Anwendung im Haus betreiben wollen."

SR will sich auch durch Branchenlösungen von der Konkurrenz abheben. "Viele verschlafen derzeit diesen Trend oder sind technologisch nicht gewappnet", sagt Müller-Gissler. "Durch dieses Nischenwissen können wir uns auch von den Großen der Branche absetzen, für die es keinen Sinn hat, in einzelne, relativ kleine Märkte zu gehen." Als erste Lösungen sind nun zum Herbst ein Dienstplansystem für Krankenhäuser sowie ein spezielles Lohnmodul für Reinigungsbetriebe angekündigt.

OEM-Geschäft wird angebahntSchließlich hofft Müller-Gissler auf OEM-Partnerschaften mit Herstellern betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, die die aufwendig zu pflegende Lohnsoftware lieber von einem Spezialisten wie SR beziehen. Welche dies sein könnten, ließ der Manager allerdings offen. Bisher ist Lohn XL/XXL nur mit den Branchenprodukten "Excellent" von Exact und "Easylohn" der Firma Magix eng integriert, mit Anbietern von Zeiterfassungssoftware wie Interflex und Atoss laufen derzeit Gespräche. Für die Anbindung weiterer Softwarepakete wie die Finanzanwendungen von Navision oder SAP hält SR rund 150 Schnittstellen vor.