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03.09.2007

Softengine steigt ins Web ein

Alljährlich lädt der ERP-Hersteller Softengine all seine 250 Fachhändler zum Sommer-Event nach Landau in der Pfalz ein. Diesmal wurden die Grundzüge einer komplett neu entwickelten Lösung vorgestellt.

Von Dr. Ronald Wiltscheck

In den vergangenen zwölf Monaten hat Softengine gleich 20 neue Mitarbeiter eingestellt und, wie es Sitte ist, sie alle gleich zu Beginn der alljährlichen Partnerveranstaltung in der Landauer Jugendstil-Festhalle am vergangenen Donnerstag namentlich den anwesenden 300 Teilnehmern vorgestellt. Damit beschäftigt Softengine mittlerweile 70 Mitarbeiter.

Sieben von ihnen haben bereits ganze Arbeit geleistet und große Teile einer komplett neuen ERP-Software entwickelt. Sie heißt "Webware" - in Anlehnung an Büroware, das Hauptprodukt aus dem Hause Softengine. Es handelt sich hierbei um eine rein internetbasierte ERP-Lösung. Das heißt, am Client wird nur ein Webbrowser benötigt. Dabei spielt es laut Softengine-Geschäftsführer Matthias Neumer keine Rolle, ob sich der Anwender für den Microsoft Internet Explorer oder den Mozilla Firefox Webbrowser entscheidet. Mit Webware adressiere Softengine völlig neue Kunden - Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand mit mehr als 50 PC-Arbeitsplätzen.

"Wir haben uns zwar erst sehr spät zur Entwicklung einer webbasierten ERP-Software entschieden, profitieren nun aber von neuen Web-2.0-Technologien wie Ajax", argumentierte Neumer in Landau. Und in der Tat fiel eine erste Demonstration von Webware sehr eindrucksvoll aus: Im Webbrowser konnten einzelne Felder in der Maske frei verschoben werden. Daraufhin brandete Applaus im Auditorium auf.

Softengine hat den Schritt ins Web ganz bewusst gemacht, um seine Abhängigkeit von der Windows-Plattform zu verringern. "Vor allem der Siegeszug von Google mit eigenen webbasierten Applikationen hat uns diese Entscheidung erleichtert", so Neumer.

So basiert Webware auf der neuesten Version 5.3 der Client-Server-ERP-Anwendung Büroware und bietet bereits jetzt die Kernmodule Warenwirtschaft, PPS, Finanzen, Personal, CRM und die Entwicklungsplattform "Designer" an. Das Ganze ist natürlich mittels SOA-basierten Webservices entwickelt worden und verspricht damit eine gewisse Zukunftssicherheit. Eine weiter fortgeschrittene Webware-Beta-Version möchte der Hersteller einem breiteren Publikum auf der CeBIT 2008 vorstellen.

Was Besucher der Cebit 2008 erwartet

Dort wird auch Büroware 5.3 freigegeben. Erste Einblicke in die neue Software konnten Softengine-Partner bereits in Landau erheischen; sie quittierten die zahlreichen Neuerungen mit lautem Applaus. So zum Beispiel die Tatsache, dass die Felder nun auf 512 Byte vergrößert wurden. Auch kann sich nun ein und derselbe User mehrmals an verschiedenen Terminals einloggen, das System schaltet einfach die inaktive Session selbstständig aus. Großes Aha-Erlebnis bei der Demonstration der neuen Büroware-Farben: Von postgelb bis stechend lila reicht dabei die Palette - alles per Mausklick veränderbar.

Auch die Büroware-Version mit einer nativen Anbindung an die Microsoft-Datenbank "SQL Server" wurde in Landau präsentiert. Zwar handelt es sich hier immer noch um eine Beta-Version, aber die Spezialisten des Softengine-Partners MS Solutions empfehlen Büroware-SQL-Installationen bei größeren Datenmengen: "Hier kann der SQL-Server seine Stärken ausspielen", meint Andreas Reichmann. Ein weiterer Vorteil dieser Büroware-Version: Nur an diese kann der Microsoft Exchange Server direkt angebunden werden.

Die Büroware-Oscars im Einzelnen

Wie jedes Jahr kürte auch dieses Mal Softengine die besten Büroware-Branchenlösungen. Den dritten Preis errang die Firma Christine Warger EDV für ihre Konfiguration zum Messen von Maschinenlastzeiten. Den Preis für die zweitbeste "Büroware premium"-Edition hat SBS Datensysteme aus Cottbus gewonnen - für die innovative Branchenlösung "Medical" für Krankenkassen und Altenpflegeheime.

Seit kaum einem halben Jahr Softengine-Partner und bereits Sieger des Channel-Wettbewerbs: Dieses Kunststück gelang der ACI EDV Systemhaus Dresden GmbH. Geschäftsführer Kirk Sievert präsentierte in Landau die "Büroware room"-Software für Hotels, Gästehäuser und Pensionen. Zu den ersten Kunden gehört dabei das erste deutsche Baumhaushotel in der östlichsten Gemeinde Deutschlands, in Neißeaue. Alle drei Gewinner erhielten aus den Händen des Softengine-Geschäftsführers Dirk Winter die Siegerurkunden sowie ein entsprechend ausgestattetes Notebook.