Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.03.1992 - 

Im Rahmen eines Marketing-Abkommens für Maestro II

Softlab unterstützt demnächst auch DECs Cohesion-Konzept

MÜNCHEN (qua) - Auf zwei CASE-Hochzeiten wird die Softlab GmbH künftig tanzen: Nachdem die Münchener seit fast genau einem Jahr AD/Cycle-Partner der IBM Deutschland GmbH sind, haben sie jetzt auch der Digital Equipment GmbH, München, Unterstützung für ihr Cohesion-Konzept zugesagt.

"Exklusivität kann in dieser Branche keiner beanspruchen", kommentiert der für das Dienstleistungsmarketing zuständige Softlab-Prokurist Karl-Heinz Weiler die Tatsache, daß sich Softlab nicht nur in der IBM-Welt heimisch fühlt. IBM vertreibe schließlich auch Produkte, die in gewisser Weise mit Softlabs Anwendungsentwicklungs-Umgebung "Maestro II" konkurrieren.

Im übrigen unterscheidet sich der mit Digital Equipment ein gegangene Marketing-Vertrag nach Auskunft des Mit-Unterzeichners Weiler in wesentlichen Punkten von dem Marketing-Support-Abkommen, das Softlab mit der deutschen IBM-Zentrale geschlossen hat: Während IBM die Softlab-Produkte als Bestandteil des AD/Cycle-Konzepts vermarkte und gegenüber dem Kunden als alleiniger Vertragspartner auftrete, sei mit der Münchener DEC-Niederlassung eine konventionelle Vertriebspartnerschaft vereinbart worden - wie Softlab sie beispielsweise auch mit Hewlett-Packard pflege.

Digital Equipment tritt damit quasi in die Fußstapfen der Philips Information Systems, deren größten Teil sich der ewige Hardware-Zweite im Herbst vergangenen Jahres einverleibt hatte. Zur Mitgift der Philips-Division gehörte unter anderem ein Maestro II betreffendes Vertriebsabkommen zwischen Softlab und Philips. Die erste, nur auf den Philips-Rechnern der P9000-Serie lauffähige Maestro-Generation war sogar ausschließlich über den niederländischen Technikkonzern vermarktet worden.

Da Digital Equipment - anders als Philips - über einen dedizierten CASE-Vertrieb verfügt, wurde der bestehende Vertrag nicht einfach übernommen, sondern neu ausgehandelt. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich Softlab verpflichtet, Maestro II auf DECs Unix-Implementierung Ultrix zu portieren. Laut einer Pressemitteilung der Digital Equipment GmbH soll die Softlab-Umgebung den Kunden ermöglichen, auf DEC-Plattformen erstellte Anwendungen nicht nur unter Ultrix und VMS, sondern auch unter MVS, BS2000 und einer Reihe von Unix-Derivaten zu fahren. Wie ein Sprecher der deutschen Digital-Tochter erläutert, ist das Cohesion-Konzept ausdrücklich darauf ausgerichtet, fremde Betriebssysteme als Ablaufumgebungen einzubeziehen.

Darüber, wie Maestro II mit dem Herzstück des DEC-eigenen CASE-Konzepts, dem CDD/Repository, verknüpft werden soll, stehen Softlab und Digital Equipment noch in Verhandlungen. Eine unter Ultrix lauffähige Server-Ausführung der Softlab-Umgebung wird voraussichtlich im April dieses Jahres freigegeben; als Hardwarebasis sind die neuen RISC-Maschinen von DEC vorgesehen.