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06.11.2006

Softline-Chef Schneider will nur noch gesunde Firmen kaufen

Die Softline AG musste im Geschäftsjahr 2005/2006 (30.6.) einen Jahresfehlbetrag von 4,1 Millionen Euro ausweisen (Vorjahr: minus 1,1 Millionen). Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr alle wesentlichen Auslandsbeteiligungen in der Schweiz, Großbritannien und Frankreich veräußert.

Diese nicht fortgeführten Beteiligungen tragen nach Angaben des Unternehmens mit einem Fehl- betrag von 2,4 Millionen Euro zu dieser Entwicklung bei. Die in der Softline-Gruppe verbleibenden deutschen Beteiligungen weisen einen Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro aus und bewegen sich nahezu auf Vorjahresniveau (minus 1,6 Millionen Euro). Gründe für das enttäuschende Jahresergebnis sind nach Firmenangaben ein starker Margenverfall sowie die schwache Inlandsnachfrage. Die Rohertragsmarge ist von 16,6 Prozent im Vorjahr um fast ein Drittel auf nunmehr 11,5 Prozent gesunken. Der Konzernumsatz der fortgeführten deutschen Beteiligungen hat sich von 14,1 auf 13,6 Millionen Euro um 3,5 Prozent vermindert.

Hauptursachen des ausgewiesenen Fehlbetrages sind vor allem der starke Margenverfall bei Mainstream-Produkten und die schwache Inlandsnachfrage nach Softwareanwendungen. Die im Vorjahr verfolgte Fokussierung auf margenstarke Produkte konnte diesen Markttrend ebenso wenig kompensieren wie die ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen, so das Unternehmen. Die Restrukturierung der Vorjahre führte dazu, dass die Gesellschaft außerdem im Markt neu ausgerichtet werden musste. Die damit verbundenen Investitionen führten nach Angaben des Unternehmens zu der "vorübergehend nachlassenden Ertragskraft".

Wie Softline weiter mitteilt, zeige das negative Konzernjahresergebnis deutlich, dass die Beschränkung auf den reinen Softwarehandel in mittelständischer Größenordnung weder für die Softline AG noch für die Aktionäre die gewünschten Gewinn- und Renditeperspektiven biete. Ziel der Geschäftsführung ist es, die Softline-Gruppe mit renditestarken und innovativen Beteiligungen auszubauen. Dem Alleinvorstand Dr. Lars Schneider ist dabei eines besonders wichtig: "Wir wollen keine Beteiligungen bei Unternehmen eingehen, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind."

Damian Sicking