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23.09.2008

SoftM startet ERP-on-Demand

Die betriebswirtschaftliche Software "Semiramis" lässt sich künftig auch als ein von IBM gehosteter Service für 113 Euro pro User und Monat nutzen.

Aufgrund seiner Architektur mit zentraler Installation und Browser-Bedienung sei das in Java programmierte ERP-System für den Einsatz als Software as a Service (SaaS) geradezu prädestiniert, warb SoftM-Vorstand Ralf Gärtner anlässlich der Vorstellung des neuen Angebots.

Garant für Verfügbarkeit

Dass sich der Hersteller dabei für IBM als Hosting-Provider entschieden hat, kommt wenig überraschend: Abgesehen von der langjährigen Partnerschaft beider Unternehmen sei IBM mit seiner Infrastruktur-Kompetenz auch ein Garant für die hohe Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit der ERP-Anwendungen, so Gärtner. Außerdem biete das Betreibermodell einen Support rund um die Uhr.

Den Anstoß für "Semiramis on Demand" gaben nicht zuletzt die rund 30 SoftM-Vertriebspartner, die laut Gärtner immer öfter anklopfen, weil Kunden nach einem entsprechenden Web-Dienst fragen. Ausschlaggebend waren schließlich die einschlägigen Marktprognosen der Analysten.

125 Prozent Plus pro Jahr

So soll der SaaS-Markt in Deutschland laut Experton Group von derzeit 345 Millionen Euro auf 577 Millionen Euro im Jahr 2010 und damit um rund 30 Prozent jährlich wachsen. Speziell auf das ERP-Segment entfallen von diesem Kuchen 22,4 Millionen Euro (2008) respektive 108,5 Millionen Euro (2010). Damit bewege man sich momentan zwar noch auf bescheidenem Niveau, räumt der SoftM-Manager ein, ausschlaggebend sei jedoch das rasante Wachstum, das auf Basis dieser Zahlen durchschnittlich 125 Prozent im Jahr beträgt.

Komplettlösung

Der Hosting-Service Semiramis on Demand umfasst:

  • ERP-II-Lösung Semiramis,

  • SQL Server als Datenbank,

  • Developer-Lizenz für Crystal Reports,

  • Windows für Applikations- und Datenbank-Server,

  • Betrieb der Infrastruktur (Backup/Recovery, Sicherheit, Wartung, Aufrüstung etc.).

Zugute kommt SoftM auch, dass sich die SaaS-Treiber überwiegend aus dem Mittelstand, also der Kernklientel des Herstellers, rekrutieren. Fehlendes Know-how, der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und der Wunsch nach klar kalkulierbaren IT-Kosten seien hier häufig genannte Gründe für On-Demand-Entscheidungen. Ferner sehe sich inzwischen auch der Mittelstand mit eigenständig kaum lösbaren Compliance-Anforderungen konfrontiert, so etwa mit der Organisation der Datensicherung oder der Absicherung der Geschäftsführerverantwortung - Aufgaben, die laut SoftM in einem TÜV-zertifizierten Rechenzentrum gut aufgehoben sind.

Billiger als SAP

Der Vertrieb von Semiramis on Demand erfolgt indirekt über die SoftM-Partner, die bislang auch schon das Lizenzprodukt verkaufen. Sie übernehmen ebenso die Beratung, Anpassung und Schulung für die Hosting-Offerte.

Mit Betriebskosten von 113 Euro pro User und Monat bleibt SoftM deutlich unter den Preisen von SAP, die für das Konkurrenzprodukt "Business ByDesign" über 130 Euro verlangt. Voraussetzung ist allerdings eine Mindestabnahme für zehn Anwender, wobei SoftM von typischen Installationsgrößen zwischen zehn und 50 Benutzern ausgeht.

Noch bewegt sich ERP-on-Demand hierzulande auf einem bescheidenen Niveau. Das Wachstum soll jedoch beträchtlich sein.
Noch bewegt sich ERP-on-Demand hierzulande auf einem bescheidenen Niveau. Das Wachstum soll jedoch beträchtlich sein.