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14.05.1999 - 

Entwicklungs-Tool Bolero kostenlos im Netz

Software AG baut bei E-Business auf Linux

MÜNCHEN (CW) - Die Software AG hat das Open-Source-Geschäft für sich entdeckt. Ab sofort gilt das freie Betriebssystem Linux auch in Darmstadt als "strategische Plattform".

"Wir werden die Linux-Plattform in vollem Umfang bedienen", kündigt Wolf-Rüdiger Hansen, Unternehmenssprecher bei der Software AG, an. Nach einer "intensiven Schnupperphase" im Open-Source-Geschäft und teils "heftigeren Diskussionen innerhalb der Abteilungen" sei der Hersteller zu der Überzeugung gekommen, Linux künftig einen festen Platz in der Unternehmensstrategie einzuräumen. Hansen: "Wir wußten bislang nicht, wie das Business-Modell funktioniert." Vor allem die wachsende Akzeptanz von Linux in den Bereichen E-Business und Internet habe die Software AG in dem Beschluß bestärkt. In die gleiche Kerbe schlägt Rainer Glaap, Director Product Marketing bei der Software AG: "Der Markt mit Linux hat in den letzten Monaten extrem abgehoben, vor allem im Server-Business." Der Hersteller habe mit seinem Linux-Engagement die Chance, "in den Markt der Web-Server und ISPs einzudringen". Nach der Portierung der Datenbank "Adabas D" und der Middleware "Entire-X DCOM" für Linux konzentriert sich das Darmstädter Softwarehaus nun auf die Anpassung des Entwicklungs-Tools "Bolero". Als erstes ist der "Bolero Application Server für Linux" vorgesehen. Anschließend will der Anbieter das "Bolero Component Studio" nachschieben. Weitere Produkte sollen im Lauf des Jahres folgen. Dazu gehört der Informations-Server "Tamino", der Ende des vierten Quartals für Windows NT, später auch für Linux zur Verfügung stehen soll.

Langfristiges Ziel sei ein rundes Komplettpaket für das E-Business unter Linux. Um eine rasche Verbreitung zu gewährleisten, werde die Software AG künftig ihre komplette Linux-Software kostenlos über das Web für die nichtkommerzielle Nutzung verteilen. Für die kommerzielle Nutzung jedoch werde der Darmstädter Hersteller Gebühren verlangen. "Und die werden den Windows-NT-Gebühren entsprechen", konkretisiert Manager Glaap.

Der Support für den kommerziellen Einsatz von Bolero gleiche dem für Bolero für Windows NT. Im nichtkommerziellen Bereich hingegen würden via Mailbox zu erreichende Hilfsfunktionen und Internet-Foren aufgebaut.