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15.07.1988 - 

Das wichtige Auslandsgeschäft litt unter dem Dollarkurs:

Software AG erzielt nur mäßiges Plus

FRANKFURT (ujf) Die größte deutsche Software-Werkstatt, die Darmstädter Software AG. verdankte ihr Umsatzwachstum auf 170,9 (151,8) Millionen Mark im Jahr 1987 vor allem den deutschen Anwendern. Das, Auslandsgeschäft, aus dem fast zwei Drittel der AG-Einnahmen stammen, legte nur bescheiden zu - um acht Prozent auf 107,9 (99,9) Millionen Mark.

In der Bundesrepublik legten die hessischen Softwerker über 21 Prozent zu; der Umsatz - getragen vor allem von den Produkten Adabas und Natural - verbesserte sich auf 63 (51,9) Millionen Mark. Der Ertrag der AG liegt allerdings weit hinter den Zahlen von 1986 zurück: Als Ergebnis der "gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" weist der Jahresbericht 36,3 (53,6) Millionen Mark aus, wovon nach dem Zugriff des Finanzamtes ein Jahresüberschuß von 13,6 (24,2) Millionen Mark in der Kasse blieb. Diese Summe wurde - wie auch im Vorjahr - je zur Hälfte in die Gewinnrücklage eingestellt und als Bilanzgewinn ausgewiesen. Eine Million daraus soll an die Aktionäre - neben Firmenchef Peter Schnell nur Manager der AG - ausgeschüttet werden.

Hatte die Software AG 1987 einen dollarbedingten Einnahmeausfall in Höhe von 10 Millionen Mark hinzunehmen, so soll es heuer wieder günstiger aussehen. Vorstandsvorsitzender Schnell hofft angesichts des steigenden Dollarkurses auf Windfall Profits, die das diesjährige Ergebnis rosiger aussehen lassen. Vorrangiges Ziel sei aber nicht, so der Chef der Software AG, hohe Margen zu erzielen, sondern den absoluten Ertrag zu stabilisieren.

Die nächste Jahresbilanz wird indes mit der für 1987 erstellten kaum mehr vergleichbar sein. Ab dem Geschäftsjahr 1988 konsolidiert das Unternehmen das ganze Konzernergebnis, so daß statt der AG die ganze Gruppe samt Auslandstöchtern bilanziert wird. Die größte davon ist die Software AG of North America: Um sie zur l00prozentigen Tochter zu machen, gab Schnell über 100 Millionen Mark aus - und finanzierte diesen Deal überwiegend aus mittelfristigen Darlehen.

"China ist erst im nächsten Jahrtausend dran!" Kommentar von Peter Schnell, dem Vorstandsvorsitzenden der Softwahre AG, zur China-Euphorie der Europäer.