Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.03.2007

Software AG geht einkaufen

Mit der Übernahme der israelischen SPL Software verstärken die Darmstädter ihre Marktpräsenz.

Die Software AG macht Ernst mit ihren ehrgeizigen Wachstumsplänen. Zum 1. April übernimmt der Hersteller die Mehrheit an seinem israelischen Vertriebspartner SPL Software. Für 80,8 Prozent der Anteile legt der Käufer 61,6 Millionen Dollar (46,3 Millionen Euro) in bar auf den Tisch. Die Bezahlung erfolge aus liquiden Mitteln, teilte das Unternehmen mit. SPL ist eine 100-prozentige Tochter der Silverboim Holdings in Tel Aviv.

"Mit der Mehrheitsbeteiligung an einem starken, soliden und profitablen Unternehmen wie SPL Software bieten sich der Software AG neue attraktive Chancen," begründete Vorstandschef Karl-Heinz Streibich den Deal. Damit werde es gelingen, direkte Kundenbeziehungen aufzubauen und das Geschäft auszuweiten. Zudem ließen sich die Erfahrungen und Kontakte des SPL-Managements im israelischen Markt nutzen. Die Akquisition stehe in der Folge früherer Expansionsbemühungen in Lateinamerika, Japan und Südafrika.

Finanzbranche im Visier

SPL Software ist seit 30 Jahren Vertriebspartner der Hessen und konzentrierte sich in jüngster Zeit vor allem auf die Finanzbranche. Auf Basis von Produkten der Software AG, darunter die Datenbank "Adabas", die Programmiersprache "Natural" und die SOA-Suite "Crossvision", entwickeln die Israeli auch individuelle Anwendungen für ihre Kunden. Zu diesen gehören neben Banken und Versicherern auch Dienstleister in der Telekommunikationsbranche sowie Industrieunternehmen und Behörden. SPL beschäftigt 296 Mitarbeiter.

Schon zum Jahresanfang hatte Streibich Übernahmen in Aussicht gestellt, Ende Februar sorgte er mit ambitionierten Ex- pansionsplänen für Schlagzeilen: Innerhalb von fünf Jahren will das Management den Umsatz von zuletzt 483 Millionen Euro auf eine Milliarde verdoppeln. Streibich nannte eine Zuwachsrate von zehn Prozent für 2007, die sich in den Jahren 2008 bis 2011 auf durchschnittlich 17 Prozent erhöhen soll. Finanzvorstand Arnd Zinnardt stellte eine Verbesserung der Ebit-Marge von 23 auf 30 Prozent in Aussicht.

Die Hoffnung ruhen dabei insbesondere auf dem Markt für Service-orientierte Architekturen (SOA), den die Darmstädter mit ihrer "Crossvision"-Suite bedienen. Neben organischem Wachstum setze man auch auf Zukäufe, um die Ziele zu erreichen, erklärte Streibich erst vor wenigen Wochen. Mit den Übernahmen wolle die Software AG nicht nur die Technologieführerschaft ausbauen sondern auch die Marktpräsenz erhöhen und Marktanteile gewinnen.

Letzteren Zielen dient offenbar der Kauf von SPL Software. Für das Geschäftsjahr 2007 sei nun mit zusätzlichen Einnahmen von rund 20 Millionen Euro zu rechnen, erläuterte der Vorstandschef. Die bislang anvisierte Umsatzsteigerung erhöhe sich von zehn Prozent auf 14 Prozent. (wh)