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29.10.2004

Software AG kann im Lizenzgeschäft zulegen

Deutschlands zweitgrößtes Softwarehaus profitiert im dritten Quartal vor allem von Kosteneinsparungen, stagniert aber beim Umsatz.

Mit einem - allerdings nur währungsbereinigt - gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabilen Umsatz von 96,6 Millionen Euro zog sich die Software AG (SAG) im dritten Quartal 2004 achtbar aus der Affäre. Die Lizenzeinnahmen kletterten sogar um zehn Prozent auf 25,1 Millionen Euro. Beide Geschäftsbereiche der SAG, also Enterprise Transaction Systems und XML Business Integration, konnten dabei zulegen. Allerdings fielen die Zuwächse der Darmstädter beim vermeintlichen Zukunftsgeschäft XML mit zwei Prozent auf 5,2 Millionen Euro vergleichsweise bescheiden aus.

Auch der Wartungsumsatz lag unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten mit 46,0 Millionen Euro um rund ein Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Rückläufig war zudem das Geschäft mit Projektdienstleistungen, das in der jüngsten Berichtsperiode 25,2 (Vorjahr: 27,1) Millionen Euro zum Umsatz beisteuerte. Die anhaltende Schwäche im deutschen Markt sowie saisonale Faktoren in Südeuropa wirkten sich negativ aus, hieß es bei der SAG.

Unter dem Strich blieb für die Hessen ein Ergebnis vor Steuern von 21,9 (16,4) Millionen Euro übrig, der Nettogewinn stieg im Vorjahresvergleich um 95 Prozent auf 12,7 Millionen Euro. Die SAG profitierte damit eindeutig von den im vergangenen Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die auch einen deutlichen Stellenabbau - vor allem in der Entwicklungsabteilung - zur Folge hatten.

Die Finanzanalysten reagierten überwiegend negativ auf die Zahlen. Der Kursverlust am Tag der Bekanntgabe lag bei über sechs Prozent. Wenig Begeisterung entfachte vor allem der verhaltene Ausblick der Darmstädter, die zwar für das gesamte Geschäftsjahr 2004 unverändert von keinem weiteren Umsatzeinbruch ausgehen, 2005 aber lediglich ein prozentual einstelliges Wachstum erwarten. Dies ist einer Reihe von Investmentbankern offenkundig zu wenig. Spannend dürfte in den kommenden Quartalen zudem die Frage sein, ob und in welchem Ausmaß es der SAG gelingt, mit den von ihr als neues Kerngeschäft definierten XML-basierenden Integrationslösungen zuzulegen. (gh)