Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Aufnahme in den MDAX im Herbst erwartet


06.08.1999 - 

Software AG setzt auf das Internet

MÜNCHEN (CW) - Die Darmstädter Software AG ist auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr stiegen der Gesamtumsatz in allen Geschäftsbereichen um 16 Prozent auf 331 Millionen und das Ergebnis vor Steuern um 52 Prozent auf 55 Millionen Mark.

Weitere Impulse für das laufende Geschäft erhofft sich SAG-Vorstandsvorsitzender Erwin Königs durch den Verkauf Internet-basierter Tools und Lösungen. Dazu gehörten die Middleware "EntireX", das Application-Framework "Bolero", mit dem sich E-Commerce-Anwendungen bauen lassen, sowie "Tamino", das sich für die Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen über das Internet eigne, so Königs auf einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Bolero kam Ende 1998 auf den Markt. Es befinde sich derzeit bei zahlreichen Kunden, die damit Electronic-Business-Anwendungen entwickelten, in der Einführungsphase. Bei Tamino handelt es sich um einen Application-Server für Electronic Business, der es ermöglicht, die im Internet vorherrschende Sprache Extended Markup Language (XML) direkt zu verarbeiten. Tamino ist inzwischen als Testversion verfügbar und an Erstanwender ausgeliefert.

Auch das Wachstum durch gezielte Akquisitionen ist Teil der Unternehmensstrategie. Im März 1999 wurde der 100 Mitarbeiter starke französische Softwaredienstleister Goal Technologies übernommen, der im Marktsegment Middleware tätig ist und namhafte Großkunden aus der französischen Banken- und Versicherungsbranche sowie der Telekommunikation mitbringt. Die im Mai 1999 gekaufte Software Computing Power Ltd. in Dublin liefert Know-how für die Anbindung von Großrechnern an das Internet und dient gleichzeitig als Basis für ein zukünftiges Entwicklungszentrum in Irland.

Die Software AG möchte weitere Firmen mit ähnlicher Ausrichtung übernehmen, sagte Königs. Für die Finanzierung sei das Unternehmen nach dem Börsengang gut gerüstet. Es wolle eigene Aktien als Akquisitionswährung einsetzen und verfügt zudem per Ende Juni 1999 über liquide Mittel in Höhe von 439 Millionen Mark. Die Software AG zähle mit einer aktuellen Börsenkapitalisierung von über 1,5 Milliarden Mark zu den 100 größten deutschen Werten. Die Aufnahme in den MDAX erwartet Königs im September 1999.

XML-Profis

Auf nach Darmstadt, heißt es für die international renommierten XML-Experten (Extensible Markup Language) Michael Champion und Jonathan Robie. Als neue Mitarbeiter der Software AG werden sie im World Wide Web Consortium (W3C), das die XML-Standards festlegt, als Vermittler des deutschen Unternehmens auftreten. Robie hat die Datenbank-Abfragesprache XQL (Extensible Query Language) erfunden und zusammen mit Champion das W3C Document Object Model (DOM) verfaßt. Beide haben sich dem Vernehmen nach für die Software AG entschieden, weil sie sich dort mehr Entwicklungskapazitäten im Bereich XML versprechen, als Start-up-Firmen aufbringen könnten. Robie arbeitete zuletzt für Texcel und den Datenbankhersteller Poet, Champion war für Arbortext tätig.