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07.09.2010

Software AG setzt weiter auf Übernahmen - FTD

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG setzt auch nach der rund 487 Mio EUR teuren Übernahme von IDS Scheer auf Zukäufe. "Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen", bekräftigte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD - Dienstagsausgabe) frühere Aussagen. Er wolle eine "global relevante IT-Firma" aufbauen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG setzt auch nach der rund 487 Mio EUR teuren Übernahme von IDS Scheer auf Zukäufe. "Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen", bekräftigte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD - Dienstagsausgabe) frühere Aussagen. Er wolle eine "global relevante IT-Firma" aufbauen.

In den vergangenen drei Jahren hat die Software AG laut FTD sieben Firmen gekauft, die Transaktionsvolumina summieren sich auf mehr als 1,2 Mrd USD. Mehr als 4.000 Mitarbeiter wurden übernommen. Streibichs Ziele sind ambitioniert: Der nächste große Zukauf soll beim Umsatz möglichst größer sein als der vorherige. Demnach könne es nach Angaben der FTD nach der Übernahme von IDS Scheer aus Saarbrücken in Deutschland keinen IT-Zukauf von Gewicht mehr geben.

Fest stehe, dass der Konzern aus Darmstadt seinen Schwerpunkt in der Integration und Überwachung von Geschäftsprozessen, Datenbankprodukten sowie der IT-Beratung behalten werde. "Wir gehen aus heutiger Sicht nicht in das Applikationsgeschäft", so Streibich. Gleichwohl soll sich der Konzernerlös alle fünf bis sechs Jahre verdoppeln. "Neue Märkte und neue Kunden finden wir insbesondere im Ausland", stellte er fest.

Ende Juni lasteten 265 Mio EUR Finanzschulden auf dem TecDAX-Konzern, die vor allem aus der Übernahme von IDS Scheer resultierten. Bislang konnte das Unternehmen seine Übernahmen ohne Kapitalerhöhungen stemmen. "Ob wir das auch künftig so durchhalten, weiß ich nicht", sagte Streibich. "Es ist aber immer unser Ziel, möglichst die Aktien nicht zu verwässern." Es sei stets auch wesentlich, die Akquisitionen komplett in dem Konzern aufgehen zu lassen. "Wir wollen keine Finanzholding sein", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Die vollständige gesellschaftsrechtliche Integration von IDS Scheer bewertete der Vorstandschef als Geduldsprobe. Der insgesamt eineinhalb Jahre währende Prozess habe Zusatzkosten von bis zu 10 Mio EUR verursacht. Deutlich besser sei die betriebliche Integration von IDS Scheer verlaufen, versicherte der Konzernchef. Die Synergieeffekte etwa in der Verwaltung bezifferte er auf rund 25 Mio bis 30 Mio EUR, nach dem Zusammenschluss der beiden Firmen gewännen sie auch schneller neue Projekte von externen Kunden.

Webseite: www.ftd.de DJG/has/cbr

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