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02.11.2001 - 

Umsatzziel 2001 wird knapp verfehlt

Software AG wächst und warnt

DARMSTADT (CW) - Die Software AG hat in den ersten neun Monaten ihres Geschäftsjahres bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Marktbeobachter lobten die Zahlen verhalten, denn die Aussichten sind nicht mehr ganz so glänzend.

In dem am 30. September beendeten Berichtszeitraum nahm die Software AG insgesamt 428,9 Millionen Euro ein. Dieser Wert liegt 43 Prozent über dem des Vorjahres, als 299,2 Millionen Euro in die Kassen des Softwarehauses flossen. Das operative Ergebnis legte um 71 Prozent von 48,7 auf 83,4 Millionen Euro zu. Das dritte Quartal schlossen die Hessen mit einem Umsatz von 141,5 Millionen Euro ab, der sich nahezu in gleichen Teilen den Bereichen Lizenzen (43,3 Millionen Euro), Wartung (49,9 Millionen Euro) sowie Dienstleistungen (48 Millionen Euro) zuordnen lässt.

Diesem ausgewogenen Portfolio hat es die Software AG zu verdanken, dass sie von den Schwierigkeiten der Weltwirtschaft bislang nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde wie andere Hersteller. Im Lizenzbereich dominiert nach wie vor das Geschäft mit Großrechnersoftware wie "Adabas" oder "Natural". Dort kann der Hersteller auf eine treue Kundschaft vertrauen. Dementsprechend bereitet dieser Zweig am wenigsten Sorge, er wuchs gar um 55 Prozent auf 28 Millionen Euro. Deutlich schwächer zeigte sich das Geschäft mit den neuen Techniken wie dem XML-Server "Tamino" oder der Middleware-Software "Entire X". Beide Produkte verzeichneten ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 5,3 (Tamino) beziehungsweise 5,9 Millionen Euro (Entire X).

Das Wartungsgeschäft basiert bei der Software AG wie auch bei anderen Unternehmen auf Verträgen mit langen Laufzeiten, so dass die Anbieter hier auch in schlechten Zeiten auf sichere Einnahmen bauen können. Aber selbst das oftmals für Krisen anfällige Geschäft mit Dienstleistungen steht bei der Software AG auf relativ stabilen Füßen, denn laut Aussage von Alla Gorelova, Analystin bei Sal. Oppenheim, stammen rund 30 Prozent der Einkünfte dieser Sparte aus mittelfristig angelegten Projekten.

Schlechte Konjuktur: Kunden verschieben ihre AufträgeDennoch kann sich die Software AG nicht vollständig der Schwächephase der Weltwirtschaft entziehen. Im Neukundengeschäft ist ein größerer Rückgang zu befürchten. Das Unternehmen räumte bereits ein, dass in den vergangenen Monaten des Öfteren Kundenaufträge mit Hinweis auf die Entwicklung der Weltmärkte verschoben wurden. Daher halten die Hessen auch nicht mehr am Umsatzziel von 600 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2001 fest. Derzeit hoffen die Verantwortlichen auf ein Einnahmenplus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was auf einen Jahresumsatz von rund 580 Millionen Euro hinauslaufen würde. Eine nachhaltige Besserung erwarten die Software-AG-Manager erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres. Die Prognosen für 2002 gehen daher von einem Umsatzwachtsum im einstelligen Prozentbereich aus.