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17.04.2007

"Software AG will nur Webmethods-Kunden"

Die geplante Übernahme von Webmethods durch die Software AG hat die Konkurrenten aufgeschreckt.

Nach Tibco, einem der ärgsten Rivalen von Webmethods, beeilte sich vergangene Woche auch der BPM-Spezialist Vitria, die angeblichen Nachteile des Deals herauszustellen (BPM = Business Process Management). "Für jede Akquisition gibt es immer nur drei Gründe", erklärte Vitrias Europa-Manager John Maclean dem Informationsdienst "Computerwire": "Kunden, Technologie oder Mitarbeiter hinzuzukaufen." Webmethods habe aus technischer Sicht nachgelassen, zudem hätten etliche Experten das Unternehmen verlassen. Die Software AG könne deshalb nur an der Kundenbasis Interesse haben.

Vivek Ranadive, CEO und Chairman von Tibco Systems, hatte wenige Tage zuvor ähnlich argumentiert. "Webmethods hatte eine schwächelnde Marke und ein rückläufiges Geschäft. Ich denke, die Software AG kauft seine Kundenliste." Es handele sich um einen typischen Fall von "man bindet zwei Steine zusammen und hofft, dass sie schwimmen", lästerte der Manager.

Tatsächlich konnte Webmethods im Ende Dezember abgeschlossenen Quartal den Umsatz nur um ein Prozent auf 53,1 Millionen Dollar steigern. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 5,7 Millionen Dollar. "Webmethods hat sicher bessere Tage gesehen", kommentierte IDC-Analyst Rüdiger Spies. "Der Aktienkurs hat an der letzten Aufwärtsbewegung trotz Produktweiterentwicklung nicht teilgenommen.

1500 neue Kunden

Karl-Heinz Streibich, Vorstandschef der Software AG, hatte zwar auf die rund 1500 Webmethods-Kunden verwiesen, die seinem Unternehmen zahlreiche Cross-Selling-Gelegenheiten böten. Doch zugleich unterstrich er die Bedeutung des Produktportfolios der Amerikaner vor allem in den wichtigen Segmenten BPM, Anwendungsintegration und SOA-Governance. Nach Einschätzung von Forrester Research zählt Webmethods neben Tibco und IBM zu den führenden Anbietern von integrationsorientierten BPM-Paketen. Auch Gartner bescheinigt der Softwareschmiede eine starke Position in diesem Markt. Dennoch gibt es auch Überlappungen mit den Produkten der Software AG, die das Management in den kommenden Monaten in den Griff bekommen muss. (wh)